Wirtschaft

Istat: Rom führt Preisanstieg am Wohnungsmarkt im zweiten Quartal an

Neue Istat-Daten: Wohnimmobilienpreise in Italien plus 4,0 Prozent, Rom mit stärkstem Zuwachs unter den Großstädten.

Italiens Wohnimmobilienpreise sind im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 4,0 Prozent gestiegen. Den kräftigsten Zuwachs unter den großen Städten verzeichnete Rom mit plus 6,4 Prozent. Das geht aus dem am 17. September veröffentlichten, vorläufigen Bericht des Statistikamts Istat zum Index der Wohnungs­preise (IPAB) hervor. Gegenüber dem Vorquartal legte der Gesamtindex um 1,7 Prozent zu; sowohl Neubauten als auch Bestandswohnungen verteuerten sich.

Istat ordnet die Erholung in einen stabilen Transaktionsrahmen ein. Nach amtlichen Beobachtungen der Agenzia delle Entrate blieben die Kaufverträge im betrachteten Zeitraum weitgehend konstant, was auf preisstützende Nachfrage statt auf temporäre Liquiditätsschwankungen hindeutet. In Rom wirkte zudem die knappe Verfügbarkeit gut angebundener Lagen preistreibend; dort erhöhte sich laut Istat der Anteil höherpreisiger Abschlüsse.

Branchenberichte des ersten Halbjahrs 2026 sehen ergänzende Faktoren. Immobiliare.it verweist auf eine anhaltend hohe Nachfrage in der Hauptstadt und eine gegenüber 2025 günstigere Kreditverfügbarkeit, die insbesondere in gefragten Stadtteilen zu schnellerem Absorptionstempo führte. Auch Investorenallokationen in Wohnimmobilien nahmen zu, was in einzelnen Märkten die Preissetzungsmacht der Anbieter stärkte. Diese Einschätzungen stammen aus Marktreports und sind nicht Teil der amtlichen Preisstatistik.

Gleichzeitig mahnt Istat zur Einordnung: National verlangsamte sich die Dynamik der Teuerung im Vergleich zu den Vormonaten. Regionale Unterschiede bleiben ausgeprägt; in Teilen des Landes dämpfen Einkommensentwicklung und Finanzierungskosten die Zahlungsbereitschaft. Höhere Zinsniveaus könnten die Nachfrage in den kommenden Quartalen belasten, vor allem bei Erstkäufen. Das ist eine Prognose von Marktbeobachtern, keine Feststellung der Statistikbehörde.

Für Italien ist bedeutsam, dass der Preisanstieg nicht nur auf Neubauten beruht. Bestandsobjekte verteuerten sich laut IPAB ebenso, was auf strukturelle Engpässe in attraktiven Lagen hindeutet. In Rom fällt dies besonders ins Gewicht: Die Kombination aus Dienstleistungsnähe, Verkehrsanbindung und geringem Angebot in zentralen Vierteln verstärkt den Aufwärtsdruck.

Die Zahlen sind vorläufig und können revidiert werden. Der Nachrichtenanlass sind die am 17. September publizierten Istat-Daten zum zweiten Quartal 2026. Ergänzende Markthinweise stammen aus aktuellen Berichten von Immobiliare.it sowie aus statistischen Veröffentlichungen der Agenzia delle Entrate. Die Aussagen zu Ursachen, Interessenlagen und möglichen Folgen sind kenntlich gemacht und von den amtlichen Preisindizes zu trennen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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