Die Wohnimmobilienpreise in Italien sind im 2. Quartal 2026 weiter gestiegen, wenn auch mit nachlassender Dynamik. Nach vorläufigen Angaben des Statistikamts Istat erhöhte sich der Index der Wohnimmobilienpreise (Indice dei prezzi delle abitazioni, IPAB) gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,0 Prozent, nach 5,1 Prozent im 1. Quartal. Gegenüber dem Vorquartal legte der IPAB um 1,7 Prozent zu.
Die Zuwächse erfassen sowohl Neubauten als auch Bestandsimmobilien. Im Jahresvergleich verteuerten sich neue Wohnungen um 5,0 Prozent, bereits bestehende um 3,7 Prozent. Beide Teilkomponenten schwächten sich damit gegenüber dem Vorquartal ab (zuvor plus 6,7 Prozent bzw. plus 4,6 Prozent). Auf Quartalsbasis stiegen die Preise neuer Wohnungen um 2,7 Prozent, Bestandsobjekte verteuerten sich um 1,5 Prozent. Die im 2. Quartal 2026 bereits angefallene durchschnittliche Jahresveränderung beläuft sich auf 3,8 Prozent insgesamt, jeweils 3,8 Prozent für neue und 3,6 Prozent für bereits bestehende Wohnungen.
Regional zeigt sich ein einheitlich positives, aber unterschiedlich starkes Bild. In der Teilregion Centro beträgt die jährliche Teuerung 5,1 Prozent (nach 5,2 Prozent im Vorquartal). Im Nord-Est liegt sie bei 4,2 Prozent (nach 6,3 Prozent), im Nord-Ovest bei 3,9 Prozent (nach 5,0 Prozent) und im Sud e Isole bei 2,6 Prozent (nach 3,7 Prozent). In den größten Städten divergieren die Entwicklungen: In Turin beschleunigten sich die Preise auf plus 8,5 Prozent im Jahresvergleich (zuvor plus 3,8 Prozent), in Rom auf plus 6,4 Prozent (zuvor plus 5,5 Prozent), während Mailand auf plus 2,4 Prozent deutlich vom starken Vorquartal mit plus 7,1 Prozent abwich.
Die Preisbewegungen vollziehen sich vor dem Hintergrund nahezu stabiler Marktaktivität. Das Osservatorio del Mercato Immobiliare der Agenzia delle Entrate meldet für das 2. Quartal 2026 bei den Transaktionen im Wohnsegment eine jährliche Veränderung von lediglich plus 0,1 Prozent, nach deutlich höheren Zuwachsraten im Vorquartal. Istat ordnet die Ergebnisse als vorläufig ein.
In der Gesamtschau deuten die Daten auf einen weiterhin robusten, aber weniger dynamischen Markt hin. Der Rückgang der Jahresraten bei zugleich positiven Quartalswerten spricht für eine Normalisierung nach einer längeren Expansionsphase. Aussagen über den weiteren Verlauf bleiben eine Prognose: Ob die Verlangsamung anhält, wird von Finanzierungskosten, Einkommen und dem regional unterschiedlichen Angebot abhängen.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).