Das italienische Statistikamt Istat berichtet am 14. September 2026 von einer gegenläufigen Entwicklung im Tourismus: Im zweiten Quartal 2026 zählten die Beherbergungsbetriebe in Italien knapp 47 Millionen Ankünfte und nahezu 148 Millionen Übernachtungen. Gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 sanken die Ankünfte um 0,8 Prozent, während die Übernachtungen um 3,9 Prozent zulegten. Die Angaben basieren auf der amtlichen Erhebung Movimento dei clienti negli esercizi ricettivi.
Ausländische Gäste stellten 61,6 Prozent der Übernachtungen. Im Vorjahresvergleich stiegen ihre Übernachtungen um 4,6 Prozent, während die inländische Nachfrage um 2,7 Prozent zulegte. Monatlich fiel der stärkste Anstieg im Mai aus; der Juni war mit 44,1 Prozent der Quartalsübernachtungen der volumenstärkste Monat. Die Durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag insgesamt bei 3,15 Nächten. Sie betrug 3,34 Nächte bei ausländischen und 2,88 Nächte bei inländischen Gästen.
Nach Angebotssegmenten verzeichnete das Hotelgewerbe rund 27,6 Millionen Ankünfte und 77,6 Millionen Übernachtungen. Der außerhotellicher Sektor – einschließlich kurzzeitig vermieteter Ferienwohnungen in unternehmerischer und nichtunternehmerischer Form – kam auf gut 19,3 Millionen Ankünfte und etwa 70,3 Millionen Übernachtungen. Im Vorjahresvergleich wuchsen die Übernachtungen im außerhotellicher Sektor mit plus 5,6 Prozent deutlicher als im Hotelgewerbe, das ein Plus von 2,4 Prozent auswies.
Die Kombination aus rückläufigen Ankünften und steigenden Übernachtungen weist auf längere Aufenthalte hin. Das begünstigt eine höhere Auslastung je Buchung und kann Saisonalität, Personalplanung und Verkehrsinfrastruktur beeinflussen. Die stärkere Dynamik bei ausländischen Gästen unterstreicht die Rolle der internationalen Nachfrage für klassische Reiseziele in Italien ebenso wie für den außerhotellicher Sektor, der zuletzt überdurchschnittlich zulegte. Istat liefert mit der genannten Erhebung die amtliche Referenz für die Tourismusstatistik; unterschiedliche Quellen mit abweichender Abdeckung können zu anderen Schätzungen kommen, ändern aber nichts am ausgewiesenen Trend.
Die heute veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf das zweite Quartal 2026 und sind gegenüber dem zweiten Quartal 2025 berechnet. Sie bilden damit den jüngsten Quartalsstand zur Entwicklung der touristischen Nachfrage in Italien ab: 47 Millionen Ankünfte und 148 Millionen Übernachtungen zeigen, dass die Branche trotz leicht geringerer Besucherzahlen insgesamt mehr Nächte verzeichnete.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).