Molise

Zivilschutz finanziert Räumung nach Einsturz des Trigno‑Viadukts an der SS16

Die Protezione Civile stellt Mittel für Bergung, Reinigung und Sicherung an der eingestürzten Brücke über den Trigno bereit. Eine Anordnung vom 4. Mai 2026 regelt die erstattungsfähigen Maßnahmen; Ermittlungen der Procura di Larino laufen.

Die Protezione Civile finanziert die „bonifica dell’area“ nach dem Einsturz des Viadotto Trigno an der SS16. Grundlage ist die OCDPC Nr. 1189 vom 4. Mai 2026, die in der Folge der Unwetter ab dem 28. März 2026 erlassen wurde. Die Anordnung ermöglicht die Räumung von Trümmern, die Beseitigung von Abfällen und Schlamm sowie akute Sicherungsmaßnahmen; gewöhnliche Unterhaltsarbeiten sind explizit ausgenommen. Der Einsturz ereignete sich am 2. April 2026 auf der Küstenachse zwischen Abruzzen und Molise und unterbrach den Verkehr über den Fluss Trigno.

Der Staat hatte für die von den Unwettern betroffenen Gebiete ein Stato di emergenza erklärt. Für Interventionen an der eingestürzten Brücke über den Trigno und am Viadotto Sente wurden nach Angaben von ANSA insgesamt über 27 Millionen Euro bereitgestellt. ANAS S.p.A. ist als Betreiberin des betroffenen Abschnitts der Staatsstraße SS16 in die Arbeiten eingebunden und hat ergänzende Anträge für Dringlichkeitsmaßnahmen eingereicht.

Die Zuständigkeiten für Bergung und Gefahrenabwehr sind mit dem Ermittlungsinteresse abzustimmen. Die Procura di Larino führt ein Ermittlungsverfahren zum Einsturzgeschehen und hat am 15. Juli 2026 ein technisches Treffen mit ANAS S.p.A., regionalen und lokalen Behörden sowie Einsatzkräften koordiniert. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass Eingriffe an den Trümmern so zu planen sind, dass Beweismittel gesichert bleiben.

Die OCDPC Nr. 1189 präzisiert, welche Ausgaben im Rahmen der Notfallmaßnahmen erstattungsfähig sind, darunter die Entfernung von Bauteilen aus dem Flussbett, die Stabilisierung angrenzender Hänge, der Abtransport kontaminierten Materials und die Absicherung gefährdeter Uferbereiche. Die Regione Molise begleitet die Maßnahmen verwaltungsseitig und stimmt sich mit den nationalen Strukturen des Zivilschutzes ab.

Kurzfristig soll die finanzierte Räumung akute Risiken für Bevölkerung und Umwelt reduzieren und den Zugang für Fachpersonal sichern. Mittelfristig zielt die Koordination zwischen Protezione Civile, ANAS S.p.A. und der Procura di Larino darauf, die Voraussetzungen für Planung und Wiederaufbau zu schaffen. Zeitpläne für eine vollständige Wiederherstellung der Verkehrsverbindung an der SS16 hängen vom Fortgang der Ermittlungen, den Genehmigungsverfahren und der technischen Ausführung ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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