Politik

Meloni kondoliert nach Schüssen in Aarau – Italienerin Maria Spinelli tot

Nach der Schießerei bei einem Rave in Aarau bestätigte Rom den Tod der 22-jährigen Maria Spinelli. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sprach Beileid aus; zwei der Verletzten sind laut Regierung Italiener.

Nach der tödlichen Schießerei in der Nacht zum 30. August 2026 bei einer Rave-Veranstaltung im Bereich der Pferderennbahn Schachen in Aarau hat die italienische Regierung kondoliert. In einer Erklärung der Präsidentschaft des Ministerrats sprach Ministerpräsidentin Giorgia Meloni der Familie von Maria Spinelli ihr tiefes Beileid aus. Ihr Mitgefühl gelte auch den Verletzten, unter denen sich nach Regierungsangaben zwei italienische Staatsbürger befinden. Rom stehe über die Farnesina und die diplomatischen Vertretungen mit den Schweizer Behörden in Kontakt.

Die Kantonspolizei Aargau teilte mit, die Schüsse seien kurz nach 2.30 Uhr gefallen. Vor Ort starb eine 22-jährige Frau, fünf weitere Personen wurden verletzt. Am Morgen leitete die Polizei groß angelegte Fahndungs- und Sicherungsmaßnahmen ein. Zu Täterzahl, Tatwaffe, Motiv und genauer Tatabfolge lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor. Die Ermittlungen führt die kantonale Staatsanwaltschaft; eine Beteiligung von Bundesstellen wird geprüft.

Italienische Medien, darunter ANSA, identifizierten die Getötete als Maria Spinelli aus Atri in der Provinz Teramo (Region Abruzzen). Offizielle Schweizer Stellen nannten zunächst weder Namen noch Herkunft der Opfer. Die italienische Regierung verzichtete in ihrer Mitteilung auf Detailangaben zur Biografie, sagte den Angehörigen aber konsularische Unterstützung zu.

Nach übereinstimmenden Berichten fand das Musikereignis im Bereich Schachen mit zahlreichen Teilnehmenden statt. Die Polizei bezeichnete die Lage als außergewöhnlich. Für die Dauer der Maßnahmen blieben Zufahrten gesperrt und der Luftraum zur Einsatzkoordination vorübergehend eingeschränkt. Hinweise zu möglichen grenzüberschreitenden Spuren werden nach Angaben der Ermittler geprüft.

Aus Rom hieß es, man verfolge die Entwicklung eng und vertraue auf die Arbeit der Schweizer Behörden. Zugleich bat die Regierung um Zurückhaltung bei Spekulationen, bis gesicherte Erkenntnisse vorliegen. Die Farnesina steht nach eigenen Angaben mit den Familien der betroffenen italienischen Staatsbürger in Verbindung.

Der Fall rückt Fragen nach Sicherheit bei großen, teils kurzfristig organisierten Musikveranstaltungen in den Blick. Konkrete Folgerungen sind jedoch erst nach Abschluss der Ermittlungen möglich. Bis dahin bleibt der Nachrichtenstand: eine tote 22-Jährige, fünf Verletzte, darunter nach italienischen Angaben zwei Landsleute, und eine von der Kantonspolizei Aargau koordinierte Suche nach den Verantwortlichen. Für die Angehörigen der Getöteten und die Verletzten kündigte die Präsidentschaft des Ministerrats weitere Unterstützung an.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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