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Vier von zehn jungen Ausgewanderten kehren nach Italien zurück

Eine neue Auswertung der Fondazione Studi der Consulenti del Lavoro meldet 129.000 Rückkehrer zwischen 18 und 39 Jahren in den Jahren 2021 bis 2025 und deutlich höhere Rückkehrquoten als vor einem Jahrzehnt.

Rom, 16. September 2026 — Die Fondazione Studi der Consulenti del Lavoro hat am 14. September ihren Fokus zum „Rientro dei giovani dall’estero“ vorgelegt. Kernergebnis: Vier von zehn jungen Ausgewanderten kehren nach Italien zurück. Für den Zeitraum 2021 bis 2025 erfasst die Analyse insgesamt 129.000 Personen im Alter von 18 bis 39 Jahren, die nach einer Auslandsphase ihre Residenz wieder nach Italien verlegt haben. Das entspricht etwa 40 Rückkehrern je 100 Abwanderungen in dieser Altersgruppe; 2011 bis 2015 lag der Vergleichswert bei 26 je 100. Die Fondazione spricht deshalb von anhaltend erhöhten Rückkehrquoten junger Italienerinnen und Italiener.

Die Altersstruktur der Rückkehrenden ist vergleichsweise jung: Das Durchschnittsalter liegt bei 29,6 Jahre. Am stärksten vertreten ist die Gruppe der 30 bis 34‑Jährigen mit rund 29,4 Prozent, gefolgt von den 25 bis 29‑Jährigen mit 26,4 Prozent. Die Auswertung kombiniert Daten von ISTAT mit einer Befragung zu Motiven. Demnach nennen 67,7 Prozent familiäre oder persönliche Gründe als Hauptanlass, 32,4 Prozent sprechen von Nostalgie oder Heimweh. Steuerliche Anreize und eine als gut empfundene Lebensqualität werden jeweils von 23,5 Prozent angeführt. 20,6 Prozent geben eine konkrete berufliche Chance in Italien als wichtigsten Grund an.

Regional zeigen sich Unterschiede in der Verteilung der Rückkehrziele. Sowohl Regionen Norditaliens, darunter die Lombardei, als auch Gebiete des Südens verzeichnen nennenswerte Anteile an Rückkehrbewegungen. Der Fokus stellt dazu detaillierte regionale Anteile und Zeitreihen bereit. Insgesamt relativiert die Entwicklung das Bild einer einseitigen, dauerhaften Abwanderung, ohne die strukturellen Herausforderungen des italienischen Arbeitsmarktes zu beseitigen.

Die Studie hebt die arbeitsmarktpolitischen Implikationen hervor. Viele Rückkehrende bringen im Ausland erworbene Qualifikationen und Erfahrungen mit. Damit diese Potenziale wirken, verweisen die Autorinnen und Autoren auf drei Felder: erstens transparente und zügige Anerkennungsverfahren für Abschlüsse, zweitens gezielte Vermittlung in qualifikationsnahe Beschäftigung, drittens verlässliche Perspektiven bei Löhnen und Karrierewegen insbesondere in wissensintensiven Branchen. Erfolgreiche Maßnahmen müssten dabei regionale Unterschiede berücksichtigen, etwa bei Branchenstrukturen und dem Angebot an Forschungs- und Entwicklungsarbeitsplätzen.

Der nun veröffentlichte Fokus liefert einen aktuellen, datenbasierten Stand der Rückkehrmobilität junger Italienerinnen und Italiener. Weitere vertiefende Tabellen, Definitionen und methodische Hinweise stellt die Fondazione Studi in ihrem Bericht bereit.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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