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Vier von zehn jungen Auslandsitalienern kehren zurück – Lohn und Leistung entscheiden

Neue Berichte von CNEL und der Fondazione Studi Consulenti del Lavoro zeigen: Die Rückkehrquote junger Italiener ist 2021 bis 2025 deutlich gestiegen; wichtigste Bedingungen sind höhere Löhne und mehr Meritokratie.

Zwei aktuelle Auswertungen zu Mobilität und Rückkehr junger Italiener kommen zu einem ähnlichen Befund: Der Anteil der Rückkehrenden ist zuletzt deutlich gestiegen, entscheidend sind Lohnniveau und berufliche Anerkennung. Laut der Fondazione Studi Consulenti del Lavoro wurden zwischen 2021 und 2025 auf 100 Auswanderungen 40 Rückkehrer registriert. In den Fünfjahreszeiträumen 2011 bis 2015 und 2016 bis 2020 lagen die Vergleichswerte bei 26 beziehungsweise 31.

Der Consiglio Nazionale dell’Economia e del Lavoro (CNEL) berichtet im Rapporto Giovani Expat vom 7. September 2026, dass 83 Prozent der befragten jungen Auslandsitaliener eine Rückkehr in Erwägung ziehen würden, wenn die Gehälter in Italien spürbar höher wären; 79 Prozent nennen mehr Anerkennung von Leistung und meritokratischere Karrieren als Bedingung. Der Fokus der Fondazione Studi vom 14. September 2026 ordnet die jüngsten Rückkehrströme statistisch ein und bestätigt Lohn, Karriereperspektiven und Meritokratie als Hauptmotive.

Die Studien basieren auf Verwaltungsdaten, Zeitreihenvergleichen und Befragungen junger Erwachsener. Sie treffen keine Vorhersagen, sondern beschreiben Trends und leiten politische Optionen ab. Ergänzende Faktoren wie Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Arbeitsklima oder rechtliche Schutzstandards werden genannt, spielen aber eine geringere Rolle als Entgelt und Aufstiegschancen.

Die Rückkehrquote signalisiert eine teilweise Umkehr eines langjährigen Trends der Abwanderung qualifizierter junger Menschen. Zugleich bleibt der Befund konditional: Ein dauerhaftes Comeback hängt nach Einschätzung der Befragten von messbaren Verbesserungen der Einkommen und der Transparenz von Karrierewegen ab.

Politische Implikationen leiten sich daraus unmittelbar ab. In den Berichten werden unter anderem eine Stärkung produktivitätsorientierter Lohnpfade, Investitionen in forschungsintensive Sektoren, eine schnellere Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen sowie klare, leistungsbezogene Beförderungssysteme in öffentlichen und privaten Organisationen genannt. Ob und wie rasch sich solche Maßnahmen umsetzen lassen, ist offen; beide Veröffentlichungen verknüpfen ihre Empfehlungen nicht mit konkreten Zeitplänen.

Zeitlich liegen die neuen Befunde eng beieinander: Der CNEL-Bericht erschien am 7. September 2026, der Fokus der Fondazione Studi am 14. September 2026. Beide liefern einen aktuellen Anlass für die Auswertung der Rückkehrdaten 2021 bis 2025 und für die Debatte über die Attraktivität des Standorts Italien für junge Fachkräfte.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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