Die Staatsanwaltschaft in Larino hat den Start einer koordinierten Räumung der Trümmer des am 2. April 2026 eingestürzten Viadukts über den Trigno als Voraussetzung für weitere Bergungs- und Sicherungsarbeiten festgelegt. Im Mittelpunkt stehen die fortgesetzte Suche nach dem seit dem Unglück vermissten 53-jährigen Domenico Racanati aus Bisceglie sowie die Abklärung der Einsturzursache. Der Beginn operativer Maßnahmen erfolgt schrittweise und unter Auflagen, die aus forensischen und technischen Gutachten abgeleitet werden.
Tatsachen: Bei einem technischen Abstimmungstermin in Larino einigten sich Vertreter der Procura di Larino, der Region Molise und der beteiligten Behörden auf ein Vorgehen, das die Beweissicherung mit der schrittweisen Trümmerbeseitigung verbindet. Eingebunden sind neben der Staatsanwaltschaft die regionale Verwaltung, ANAS als zuständige Straßenbehörde, die Capitaneria di Porto di Termoli, die Feuerwehr, die Carabinieri sowie Umwelt- und Gewässerdienste. Die Gutachten bestimmen Reihenfolge, Methoden und Sicherheitsvorkehrungen der Eingriffe; erst nach deren Freigaben werden größere Hebe- oder Baggerarbeiten terminiert.
Hintergrund und laufende Probleme: Tauch- und Suchteams, darunter Einheiten der Guardia Costiera und spezialisierte Taucher, konzentrieren ihre Einsätze seit Wochen auf den Bereich nahe der Flussmündung. Dort registrierte magnetometrische Anomalien deuten auf metallische Objekte hin, liefern aber keinen eindeutigen Nachweis eines Fahrzeugs. Immer wieder verweisen Einsatzleitungen auf Gefahren im Flussbett, darunter das mögliche Vorhandensein nicht explodierter Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg, was Zugänge erschwert und zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erfordert.
Interessen und Folgen: Für die betroffenen Gemeinden in Molise hat die zügige Räumung hohe verkehrliche und wirtschaftliche Bedeutung. Gleichzeitig bleibt die Priorität der kriminaltechnischen Aufklärung gewahrt, damit die forensische Substanz nicht durch Eingriffe beeinträchtigt wird. Angehörige des Vermissten sowie lokale Vereinigungen drängen auf eine Beschleunigung der Ausbaggerung und der Suche; Ermittler und Sicherheitsbehörden pochen auf ein Vorgehen, das Risiken minimiert und gerichtsfeste Ergebnisse sicherstellt.
Zugeschriebene Aussagen und nächste Schritte: Die Procura und ANAS setzen den technischen Dialog fort; konkrete Daten für großflächige Arbeiten hängen von noch ausstehenden Prüfberichten ab. Parallel werden, soweit es die Sicherheitslage erlaubt, Tauchgänge und geophysikalische Messungen an der Mündung weitergeführt. Nach Abschluss wesentlicher Sondierungen soll die Verkehrsverbindung schrittweise wiederhergestellt werden, wobei die Wiedereröffnung von der Beweissicherung und den Sicherheitsfreigaben abhängt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).