Die Regione Toscana hat die Leitlinien zur Programmierung des Bildungsangebots und zur Neuordnung des Schulnetzes für das Schuljahr 2026/2027 verbindlich festgelegt. Grundlage sind zwei Beschlüsse der Giunta regionale – Delibera n. 928 vom 7. Juli 2025 und Delibera n. 1553 vom 27. Oktober 2025 –, die am 5. November 2025 im Bollettino Ufficiale della Regione Toscana (BURT) veröffentlicht wurden. Damit präzisiert die Region Fristen und Verfahrensschritte für die Provinzen und die Città Metropolitana di Firenze, die ihre territorialen Pläne (Piani territoriali) vorzulegen haben. Bei ausbleibenden oder unvollständigen Einreichungen sieht die Region die Möglichkeit vor, ersatzweise tätig zu werden.
Die Beschlüsse verankern die „indirizzi regionali“ für die jährliche Schulnetzplanung (dimensionamento della rete scolastica) und die Programmierung des Bildungsangebots. Im italienischen Zuständigkeitsgefüge obliegt die territoriale Planung den Provinzen und der Città Metropolitana di Firenze; die Region setzt strategische Vorgaben und koordiniert den Gesamtprozess. Nach Angaben der Region dienen die nun festgelegten Leitlinien der termingerechten Umsetzung nationaler Vorgaben und der rechtssicheren Abstimmung zwischen den Ebenen.
Die Dokumente nennen einen Zeitrahmen für die Zuarbeit aus den Territorien und einen regionalen Zieltermin: Bis zum 30. November 2025 soll die regionale Programmierung für das Schuljahr 2026/2027 genehmigt sein. Die Città Metropolitana di Firenze hat in einer eigenen Mitteilung den Fahrplan für die Einreichung ihres territorialen Plans bestätigt. Damit liegt der Ball zunächst bei den lokalen Behörden, die Kapazitäten, Einzugsgebiete und Schwerpunktsetzungen in ihren Gebieten zu bewerten und in kohärente Planvorschläge zu überführen haben.
Sachlich betroffen sind insbesondere potenzielle Zusammenlegungen oder Neuordnungen von Schulstandorten, die Kriterien für Akkreditierungen sowie die Zuweisung öffentlicher Mittel, etwa für Berufs- und Technikausbildung. Die Delibera n. 928 und die Delibera n. 1553 definieren hierfür Kriterien und Prüfschritte, die die Region bei der abschließenden Entscheidung anlegt. Mit der Veröffentlichung im BURT sind Ablauf und Fristen nachvollziehbar dokumentiert.
Bewertungen und Ausblick: Welche konkreten Folgen die Planung für einzelne Schulen, Beschäftigte oder Gemeinden hat, hängt von den noch zu beschließenden territorialen Plänen und der späteren regionalen Genehmigung ab. Aussagen zu einzelnen Schulzusammenlegungen oder finanziellen Detailwirkungen wären zum jetzigen Zeitpunkt Prognosen; maßgeblich bleiben die beschlossenen Piani territoriali und die abschließenden Akte der Giunta regionale.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).