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Toskana beschließt Masterplan gegen Küstenerosion – Dringende Eingriffe für Marina di Massa, litorale pisano und Follonica

Die Regione Toscana hat den überarbeiteten Masterplan Costa verabschiedet und erste Umsetzungsschritte für 2026 gestartet. Vorrangig sind Eingriffe in Marina di Massa, am litorale pisano und in Follonica; Verbände der Strandbetreiber kritisieren Tempo und…

Die Regione Toscana hat den überarbeiteten Masterplan Costa zur Abwehr der Küstenerosion beschlossen und die ersten Umsetzungsschritte für das Jahr 2026 eingeleitet. Als vorrangig ausgewiesen sind die Abschnitte Marina di Massa, das litorale pisano sowie Follonica. Nach regionalen Bekanntmachungen laufen Ausschreibungen und Vorarbeiten an; das Comune di Pisa hat für den Küstenbereich Cella Milano den Beginn konkreter Bauarbeiten angekündigt.

Der Masterplan bündelt kurzfristige Eingriffe wie Steinschüttungen (Riprap), lokal begrenzte Strandaufspülungen (ripascimento) und die Instandsetzung beschädigter Buhnen und Wellenbrecher. Er dient zugleich als Rahmen für mittelfristige Küstenstabilisierungen, für die Umweltprüfungen und wasserbauliche Genehmigungen erforderlich sind. Die maßgeblichen Beschlüsse wurden im März 2026 im Amtsblatt der Region veröffentlicht; seither wurden projektbezogene Hinweise und Vergaben fortgeschrieben.

Zugeschriebene Kritik kommt vor allem von Verbänden der Bade- und Küstenwirtschaft in Massa: Sie bemängeln, Datengrundlagen seien teils veraltet und kurzfristig wirksame, reversible Lösungen würden zu wenig berücksichtigt. Genannt werden flexible Barrieren und eine stärkere Priorisierung stark betroffener Strandabschnitte in Marina di Massa. Die Regionalverwaltung verweist demgegenüber auf zwingende technische Standards, Umweltverträglichkeitsprüfungen und die Abstimmung mit kommunalen Planungen, bevor großräumige Eingriffe möglich sind. Für den Zivilschutzrahmen verweist die Prefettura di Massa-Carrara auf den 2026 aktualisierten Plan zum Maremoto-Risiko.

Faktisch adressiert der Masterplan seit Jahren bekannte Erosionsschwerpunkte in der Toskana. Wiederkehrende Herbst- und Winterstürme hatten in der Vergangenheit Substanzverluste von Stränden, Beschädigungen vorhandener Bauwerke und höhere Unterhaltungskosten ausgelöst. Das aktuelle Maßnahmenpaket soll die Koordination zwischen Region, Häfen, Provinzen und Gemeinden verbessern und unterschiedliche Finanzierungsquellen – regionale Mittel, nationale Fonds und EU-Programme – zusammenführen. Lokal koordiniert die Provincia di Massa-Carrara mit den beteiligten Verwaltungen die Planungsschritte für Eingriffe in Marina di Massa.

Für die weitere Umsetzung sind aus Sicht der Planer vor allem zwei Punkte entscheidend: die zügige Abwicklung von Genehmigungen und Vergabeverfahren sowie die Verfügbarkeit geeigneter Sedimente für Strandaufspülungen. Prognosen über Wirkungsgrade, Kostenentwicklung und den zeitlichen Abschluss einzelner Maßnahmen bleiben projektbezogen und hängen von den jeweiligen Prüfungen ab. Klar ist: Die kurzfristigen Eingriffe an den prioritären Abschnitten am litorale pisano, in Follonica und in Marina di Massa sollen die größten aktuellen Verluste bremsen und die Grundlage für stabilere, mittelfristige Lösungen schaffen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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