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Streit um Kulturpreis in Taormina: Leo Gullotta beklagt Auslassung – Stiftung weist Vorwurf zurück

Am 22. August 2026 erhob der Schauspieler Leo Gullotta den Vorwurf, von der Fondazione Taormina Arte Sicilia aus der Liste der Auszuzeichnenden gestrichen worden zu sein. Die Leitung der Stiftung bestreitet politische Einflussnahme und…

Der sizilianische Schauspieler Leo Gullotta hat am 22. August 2026 öffentlich erklärt, er sei von der Fondazione Taormina Arte Sicilia aus der Liste der für den 3. September vorgesehenen Auszeichnungen gestrichen worden. Er fühle sich „als professioneller Künstler, als Mensch und als Sizilianer verletzt“ und vermutete eine politische Einflussnahme aus dem Umfeld der Regione Siciliana. Konkrete Namen nannte er nicht. Eine unabhängige Bestätigung seiner Darstellung liegt bislang nicht vor.

Die Fondazione Taormina Arte Sicilia wies den Vorwurf gezielter Ausgrenzung zurück. Direktorin Simona Celi erklärte, die Entscheidung sei das Ergebnis eines Auswahlprozesses aus einer langen Kandidatenliste gewesen. Man habe nahezu 100 Kunstschaffende kontaktiert und die Zahl der Auszeichnungen begrenzen müssen; der künstlerische Wert und die Laufbahn Gullottas würden damit nicht in Frage gestellt. Zugleich signalisierte Celi Gesprächsbereitschaft für mögliche künftige Projekte mit dem Schauspieler.

Die Kontroverse entfaltet sich vor einem angespannten institutionellen Hintergrund. In den vergangenen Monaten gab es in Sizilien wiederholt Debatten über Struktur und Leitung der Fondazione Taormina Arte Sicilia. Nach amtlichen Mitteilungen der Region wurde Anfang Februar 2026 ein commissario straordinario eingesetzt, um die Governance zu ordnen. Auch die Rolle der Stadt Taormina in der Stiftung war Gegenstand politischer Diskussionen. Der aktuelle Fall berührt damit zentrale Fragen nach Transparenz, künstlerischer Autonomie und dem Einfluss öffentlicher Träger auf Kulturpreise.

Gullottas Aussage über mutmaßliche politische Einflussnahme ist seine Sicht vom 22. August; sie ist bislang nicht durch Dokumente oder Ermittlungen belegt. Die Stiftung bestreitet eine bewusste Auslassung und begründet die Entscheidung mit dem kuratorischen Auswahlrahmen. Weitere Reaktionen kamen aus der Kommunalpolitik: Taorminas Bürgermeister Cateno De Luca erklärte, die Stadt sei bereit, Gullotta zu würdigen. Ob und in welcher Form es bis zur geplanten Preisvergabe zu einer Annäherung zwischen dem Schauspieler und der Stiftung kommt, ist offen.

Festzuhalten bleibt: Die Fakten zum Anlass – Gullottas öffentlicher Vorwurf und die umgehende Zurückweisung durch die Fondazione – sind klar getrennt von Interpretationen über mögliche Motive. Bislang gibt es keine unabhängigen Nachweise für politische Einflussnahme. Der Termin der Preisvergabe am 3. September in Taormina bleibt davon unberührt.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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