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Sizilien pocht auf Hitzeschutz: Schifani fordert strikte Pausen am Mittag

Angesichts der aktuellen Hitze hat Präsident Renato Schifani die Einhaltung der Verordnung zu Arbeitsstopps in der Mittagshitze bekräftigt: Bei hohem Risiko sind Tätigkeiten im Freien von 12:30 bis 16:00 zu unterbrechen.

Angesichts anhaltend hoher Temperaturen hat der Präsident der Regione Siciliana, Renato Schifani, Betriebe und Verwaltungen zur strikten Beachtung der geltenden Hitzeschutzregeln aufgefordert. Der Appell bezieht sich auf die Ordinanza n. 01 del 12/06/2026, die bis 31. August 2026 in ganz Sizilien gilt und bei ausgewiesenem Hochrisiko Außenarbeiten in den heißesten Stunden untersagt.

Kern der Maßnahme ist ein Arbeitsstopp von 12:30 bis 16:00 für besonders exponierte Tätigkeiten unter freiem Himmel, sofern die Mappa del rischio des Modells Worklimate für „der Sonne ausgesetzte Beschäftigte“ ein hohes Gefahrenniveau ausweist. Betroffen sind insbesondere der Bau, die Landwirtschaft, Steinbrüche und Logistik. Erfasst sind auch Lieferdienste, einschließlich sogenannter Rider, wenn sie in Zonen mit starkem Hitzestress unterwegs sind. Ziel ist es, hitzebedingte Erkrankungen und Unfälle durch Erschöpfung, Hitzschlag oder Dehydrierung zu verhindern.

Die Verordnung verpflichtet Arbeitgeber, Arbeitsabläufe an Hitzetagen anzupassen: Schichten sind zu verlegen, zusätzliche Pausen zu ermöglichen, Schatten- und Erholungsplätze bereitzustellen und körperlich leichtere Tätigkeiten in die Mittagszeit zu verschieben. Für unverzichtbare Einsätze im öffentlichen Interesse – etwa Not- und Sicherheitsdienste – sind enge Ausnahmen vorgesehen; sie setzen zusätzliche Schutzmaßnahmen und eine erhöhte Gefährdungsbeurteilung voraus.

Das Arbeitsinspektorat und zuständige Sicherheitsbehörden kontrollieren die Einhaltung. Bei Verstößen sind Sanktionen vorgesehen. Die Regione Siciliana hat ergänzende Anwendungshinweise und Antworten auf häufige Praxisfragen veröffentlicht, um Betrieben, Kommunen und Aufsichten die Umsetzung zu erleichtern.

Gewerkschaften und Branchenverbände bewerteten die Maßnahme als notwendigen Schutz für besonders gefährdete Beschäftigte. Zugleich verlangen sie Klarstellungen zu Schichtmodellen, zu dokumentationspflichtigen Risikoindikatoren und zu Entschädigungen für ausfallende Arbeitszeiten. Arbeitgeberseite verweist auf Planungsaufwand und Lieferfristen, fordert aber ebenfalls verlässliche Kriterien zur tagesaktuellen Anwendung. Die Mappa del rischio und ihre lokale Ausweisung gelten als maßgebliche Grundlage, um das Verbot tages- und ortsgenau auszulösen.

Schifani begründete seinen Appell mit der Priorität des Gesundheitsschutzes und der Verantwortung aller Beteiligten, bekannte Regeln auch am Ende der Sommersaison konsequent umzusetzen. Damit soll die Unfallgefahr in der Spätphase der Hitzewelle gesenkt und Rechtsklarheit für die letzten Geltungstage der Verordnung geschaffen werden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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