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Sardinien fördert Übernahme: Nuova Icom plant 205 Arbeitsplätze in Macchiareddu

Die Regionalregierung und Nuova Icom haben ein Abkommen zur Übernahme des früheren Bekaert-Werks in Macchiareddu vorgestellt. Geplant sind die Wiedereinstellung von 150 Beschäftigten und 55 zusätzliche Stellen.

Cagliari, 31. August 2026 — Die Region Sardinien hat ein Abkommen mit dem Investor Nuova Icom zur Zukunft des früheren Bekaert-Standorts in Macchiareddu (Gemeinde Assemini) präsentiert. Nach Angaben der Regionalregierung sieht der Reindustrialisierungsplan vor, 150 Beschäftigte wieder einzustellen und weitere 55 Arbeitsplätze aufzubauen. Insgesamt sind damit 205 Arbeitsplätze Bestandteil des Vorhabens.

Kern des Plans ist laut Region ein Maßnahmenpaket zur Qualifizierung und Umschulung, das den Übergang auf das neue Produktionsprofil absichern soll. Die öffentliche Unterstützung soll über eigens bereitgestellte Mittel für berufliche Ausbildung erfolgen. Konkrete Angaben zu Volumen, Laufzeiten und Auszahlungsmodalitäten des Förderpakets nannte die Region am Montag nicht; diese Punkte sollen bei einem Termin im Ministerium für Unternehmen und Made in Italy (Mimit) am 2. September 2026 präzisiert werden.

Die Übernahme des Standorts durch Nuova Icom ist nach Mitteilungen der Beteiligten für den 15. Oktober 2026 vorgesehen. Bis dahin sollen die Details der industriellen Neuausrichtung sowie die betrieblichen Vereinbarungen mit der Belegschaft ausgearbeitet werden. Die Regionalregierung bewertet die Einigung als wichtigen Schritt zur Stabilisierung der industriellen Basis im Raum Cagliari. Zugleich betonten Vertreter der Gewerkschaften, sie wollten das Detailpaket prüfen und sich nötigenfalls weitere Sicherungen für Beschäftigung und Qualifizierung vorbehalten.

Dem nun vorgestellten Kompromiss gingen monatelange Gespräche zwischen der Region Sardinien, dem Mimit, Gewerkschaften und dem bisherigen Betreiber Bekaert voraus. Das Werk in Macchiareddu war seit 2025 Gegenstand einer Auseinandersetzung, nachdem der belgische Konzern die Schließung der Produktion und den Verkauf des Standorts erwogen hatte. Nach Angaben des Ministeriums gingen mehrere Interessenbekundungen ein; Nuova Icom setzte sich im Laufe des Verfahrens als bevorzugter Erwerber durch.

Offen bleibt insbesondere, wie schnell die angekündigten Ausbildungs- und Umschulungsmaßnahmen umgesetzt werden und unter welchen tariflichen Bedingungen die angekündigten Einstellungen vollzogen werden. Für die Region Sardinien ist das Vorhaben auch ein Test, wie zielgenau regionale Qualifizierungsinstrumente mit einem industriellen Neustart verzahnt werden können. Ob der Übergang planmäßig gelingt, dürfte sich an den jetzt genannten Wegmarken entscheiden: der Vorstellung des Maßnahmenbündels beim Mimit am 2. September 2026 und der vorgesehenen Vertragsformalität am 15. Oktober 2026.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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