Auf Sardinien wird am Freitag, 28. August 2026, der Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle erwartet. Das amtliche Bulletin von ARPAS Sardegna und Modellprognosen von 3B Meteo rechnen mit sehr hohen Tageshöchstwerten vor allem im Inselinneren. Ab den späten Abendstunden und in der Nacht zum 29. August soll ein auflebender West- bis Nordwestwind, der Maestrale, kühlere und trockenere Luft bringen.
Laut ARPAS Sardegna sind zunächst örtlich Wolkenfelder und im Norden der Insel einzelne Schauer oder kurze Gewitter möglich. Im Tagesverlauf wird verbreitet Aufklaren erwartet, wobei die höchsten Temperaturen in Regionen mit geringem Seeeinfluss auftreten dürften. 3B Meteo beschreibt die großräumige Konstellation mit einem sich aufbauenden Druckgefälle zwischen dem Golf von Genua und dem Golf von Lion, das den Maestrale anfachen und den Luftmassenwechsel aus Westen einleiten soll. In der Folge wird mit einem merklichen Temperaturrückgang gerechnet.
Besonders betroffen vom Hitzehöhepunkt sind demnach Binnenzonen wie das Campidano sowie Täler im Landesinneren. Aus Orten wie Oliena und Orani wurden in den vergangenen Tagen bereits besonders hohe Maximalwerte gemeldet, was die Warnhinweise der Behörden unterstreicht. Für die Küstenstädte, darunter Cagliari, dürfte der erwartete Wind am Abend und in der Nacht für eine Entlastung bei den Temperaturen sorgen. Zugleich können an exponierten Abschnitten der West- und Nordküste sowie auf See kräftige Böen auftreten.
Kurzfristig dürfte die ab der Nacht einsetzende, windigere Phase die Hitzebelastung deutlich senken. Gleichzeitig erhöht der Maestrale das Risiko für raue Bedingungen auf See und kann die Brandgefahr in ausgetrockneten Bereichen kurzzeitig begünstigen. ARPAS Sardegna verweist darauf, die jeweils aktuellen Hinweise und Warnstufen der Zivilschutzstellen zu beachten.
Für den weiteren Verlauf über das Wochenende hinaus betonen die Prognosedienste die Notwendigkeit täglicher Aktualisierungen: Ob die Abkühlung anhält oder zum Wochenbeginn erneut höhere Werte wahrscheinlich sind, hängt von der Entwicklung des Druckfeldes über dem westlichen Mittelmeer ab. Aussagen zur Gefahrenlage und zu möglichen Einschränkungen für Verkehr oder Infrastruktur liegen bei den zuständigen lokalen Behörden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).