Italien erlebt am 28. August einen dichten Schub von Saharastaub, der vielerorts gelbliche, milchige Himmel erzeugt. Gleichzeitig erreicht die fünfte Hitzewelle dieses Sommers ihren Höhepunkt: In Teilen des zentralen und südlichen Festlands sowie auf den großen Inseln werden nach amtlichen und regionalen Vorhersagen Höchstwerte zwischen 41 und 44 Grad gemeldet.
Meteorologische Dienste führen das Zusammenspiel aus subtropischem Hochdruckeinfluss und südlichen Strömungen an, die den Saharastaub in mittlere Atmosphärenschichten transportieren. Die Partikel streuen das Sonnenlicht, was die gelbliche Färbung erklärt, und begünstigen in Bodennähe erhöhte Konzentrationen grober Aerosole. Messnetze berichten gebietsweise von erhöhter Sichttrübung und eingeschränkter Fernsicht. Fachleute ordnen das Ereignis als natürlich wiederkehrendes Phänomen ein, das die Belastung für Atemwege jedoch verstärken kann, wenn es mit einer intensiven Hitzewelle zusammenfällt.
Das Dipartimento della Protezione Civile verweist auf die landesweiten Gefahren- und Wetterbulletins als Grundlage für lokale Maßnahmen. Mehrere Regionen setzten am 27. und 28. August abgestufte Warnungen und Gesundheitshinweise in Kraft. Apulien bestätigte spezifische Hinweise für den 28. und 29. August; auch in Emilia-Romagna wurden zum 28. August amtliche Bulletins veröffentlicht. Kommunale und regionale Gesundheitsbehörden erinnern daran, körperliche Anstrengungen in den heißesten Stunden zu vermeiden, ausreichend zu trinken und vulnerable Personen wie Ältere, Kinder und chronisch Kranke besonders zu betreuen.
Regional sind die höchsten Temperaturen für das zentrale und südliche Festland sowie für Sardinien und Sizilien gemeldet. In Städten des mittleren und südlichen Landesteils wurden zudem Hitzestufen für den öffentlichen Gesundheitsdienst umgesetzt. Zugleich rechnen die Vorhersagen mit lokalen Wärmegewittern, die die Hitze punktuell dämpfen, aber mit Böen und kurzzeitig eingeschränkter Sicht durch aufgewirbelten Staub einhergehen können.
Ausblick: Nach heutigem Stand gilt der 28. August als wahrscheinlich stärkste Phase der Hitzewelle. In den Folgetagen ist aus Westen zeitweise der Vorstoß weniger heißer Luftmassen möglich, der regional eine spürbare Abkühlung bringt. Ob und wie schnell der Saharastaub abzieht, hängt von der Verlagerung der Drucksysteme ab. Meteorologische Dienste aktualisieren die Lage laufend; Bürgerinnen und Bürger sollten die regionalen Hinweise der Zivilschutz- und Gesundheitsbehörden beachten und ihre Tagesplanung daran ausrichten.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).