Gesellschaft

Rom: Polizei setzt Wasserwerfer ein, Aktivisten dringen ins Kolosseum ein

Nach landesweiten Protesten kam es am 24. Oktober in Rom zu einem Kurz-Eindringen ins Kolosseum und zum Einsatz von Wasserwerfern am Bahnhof Termini.

In Rom ist es am 24. Oktober 2026 bei landesweiten Protesten zu zwei sicherheitsrelevanten Vorfällen gekommen: Eine Gruppe von Aktivisten drang kurzzeitig in den Innenraum des Kolosseums ein, später setzte die Polizei am Bahnhof Termini Wasserwerfer ein. Nach Angaben der Einsatzkräfte wurden zahlreiche Personen identifiziert; Ermittlungen zu möglichen Straftatbeständen laufen.

Der Zwischenfall am Kolosseum – dem historischen Anfiteatro Flavio – dauerte laut übereinstimmenden Medienberichten nur wenige Minuten. Videoaufnahmen zeigen, wie eine Gruppe die Zugänge überwindet und in den Innenbereich gelangt. Die Sicherheitskräfte stoppten den Vorstoß und räumten das Gelände. Sachschäden am Bauwerk, das zum Weltkulturerbe zählt, wurden nach bisherigen amtlichen Angaben nicht festgestellt. Das Kulturministerium (Ministero della Cultura) teilte mit, man stehe mit den Behörden in Kontakt und verfolge die Lage eng.

Nahe dem Bahnhof Termini kam es am Abend zu Auseinandersetzungen zwischen Teilen eines Demonstrationszuges und der Polizei. Die Questura di Roma berichtete am 25. Oktober von Identitätsfeststellungen und eingeleiteten Verfahren. Die Beamten setzten Wasserwerfer und punktuell Reizstoff ein, um das Vorrücken einzelner Gruppen zu unterbinden. Über das genaue Ausmaß der Maßnahmen und die Zahl möglicher Festnahmen lagen am Morgen danach unterschiedliche Angaben aus Polizeikreisen und Medien vor.

Die Vorfälle in Rom standen im Zusammenhang mit mehreren Kundgebungen in italienischen Städten am selben Tag. Die Motive der Proteste reichten von sozialpolitischen Forderungen bis zu hochschul- und außenpolitischen Themen; ein einheitlicher organisatorischer Träger war nicht erkennbar. Innenbehörden hoben den Unterschied zwischen genehmigten, friedlichen Versammlungen und strafbarem Verhalten hervor. Bürgerrechtsgruppen kritisierten ihrerseits den Umfang polizeilicher Eingriffe und forderten eine transparente Aufarbeitung.

Strafrechtliche Bewertungen und verwaltungsrechtliche Maßnahmen sind Gegenstand laufender Prüfungen. Die Digos sichert und analysiert Bildmaterial, um Verantwortlichkeiten für das Eindringen in das Kolosseum zu klären. Möglich sind nach italienischem Recht Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung im Falle nachträglich feststellbarer Schäden sowie Auflagen für künftige Versammlungen. Ergebnisse der Auswertung werden von den Behörden zu einem späteren Zeitpunkt angekündigt.

Die Ereignisse zeigen eine angespannte Lage im Protestgeschehen, ohne dass es in Rom zu großflächigen Verwüstungen gekommen wäre. Die Stadtverwaltung und die Sicherheitskräfte verweisen auf das Ziel, kulturelles Erbe zu schützen und den Verkehr zu sichern, während Demonstrationsrechte gewahrt bleiben sollen. Weitere Versammlungen für die kommenden Wochen wurden in mehreren Städten angekündigt, Details dazu lagen zunächst nicht einheitlich vor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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