Wissenschaft & Technik

Partielle Mondfinsternis am 28. August über Italien

In der Nacht zum 28. August 2026 ist über Italien eine tiefe partielle Mondfinsternis zu sehen. Der Höhepunkt fällt kurz vor dem Monduntergang in den frühen Morgenstunden.

In der Nacht von Donnerstag, 27. August, auf Freitag, 28. August 2026 ereignet sich eine deutlich ausgeprägte partielle Mondfinsternis, die auch in Italien sichtbar ist. Der maximale Bedeckungsgrad fällt in die frühen Morgenstunden kurz vor dem Monduntergang, was einen freien Blick zum westlichen Horizont besonders wichtig macht.

Nach den international geführten Finsternis-Tabellen beginnt die Halbschattenphase (P1) gegen 01:23 koordinierte Weltzeit, die Kernschattenphase (U1) um etwa 02:34 koordinierte Weltzeit. Das Maximum wird um circa 04:13 koordinierte Weltzeit erreicht; die partielle Phase endet gegen 05:52 koordinierte Weltzeit. Umgerechnet in Mitteleuropäische Sommerzeit entspricht das dem frühen Morgen des 28. August, mit dem Höhepunkt gegen 06:13 Uhr.

Für Beobachterinnen und Beobachter in Italien bedeutet dies: Der Mond steht zum spannendsten Zeitpunkt bereits sehr tief im Westen. In weiten Teilen des Landes verläuft der größte Bedeckungsgrad nahe am Monduntergang. Wer ungestört beobachten will, braucht daher einen möglichst freien westlichen Horizont und klare Luft. Städtebeleuchtung, Dunst oder Hügellagen können die Sicht im letzten Abschnitt empfindlich stören.

In Rom (Latium) fällt der Zeitpunkt des größten Bedeckungsgrades auf etwa 06:13 Uhr Mitteleuropäische Sommerzeit; kurz darauf geht der Mond unter. Ähnliche Verhältnisse gelten im übrigen Italien, mit kleineren Unterschieden je nach geographischer Lage. Die Finsternis wird als „deep partial“ geführt: Mehr als neun Zehntel der Mondscheibe geraten in den Kernschatten. Der beschattete Bereich kann eine kupferrote Färbung annehmen, da Licht in der Erdatmosphäre gestreut und gebrochen wird. Anders als bei einer Sonnenfinsternis ist das Beobachten mit bloßem Auge, Fernglas oder Kamera gefahrlos; Schutzfilter sind nicht nötig.

Für die Planung empfiehlt sich, den Beobachtungsplatz vorab zu wählen und etwa 30 bis 45 Minuten vor dem Maximum bereitzustehen. Teleobjektive und stabile Stative erleichtern Aufnahmen in Bodennähe; ein niedriger Standort mit freier Westsicht, etwa Küstenabschnitte oder freie Felder, erhöht die Chancen, den maximalen Bedeckungsgrad noch über dem Horizont zu erleben.

Die Zeitangaben beruhen auf etablierten astronomischen Berechnungen, darunter die Zusammenstellungen von NASA und dem langjährigen Finsternis-Experten Fred Espenak. Unabhängige astronomische Kalender bestätigen Termin und Sichtbarkeit für Mitteleuropa und Italien. Kurzfristig entscheidet jedoch die regionale Wetterlage darüber, wie viel vom Ereignis tatsächlich zu sehen ist.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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