Kalabrien

’Ndrangheta: Ex-Latitante Domenico Paviglianiti aus Spanien an Italien überstellt

Am 20. August 2026 ist Domenico Paviglianiti aus Spanien an Italien überstellt und nach Reggio Calabria gebracht worden. Die Maßnahme erfolgt auf Basis eines Europäischen Haftbefehls; italienische Stellen sprechen von mehr als 19 Jahren…

Am 20. August 2026 ist Domenico Paviglianiti aus Spanien an Italien überstellt und nach Reggio Calabria gebracht worden. Die Übergabe erfolgte auf Grundlage eines Europäischen Haftbefehls. Nach italienischen Angaben liegen gegen den aus Kalabrien stammenden Mafioso rechtskräftige Urteile vor; die zuständigen Behörden veranschlagen die noch zu verbüßende Haftdauer mit mehr als 19 Jahren.

Paviglianiti war am 26. Juni 2026 in Soria festgenommen worden. An dem Zugriff und den vorbereitenden Ermittlungen wirkten die Direzione Distrettuale Antimafia in Reggio Calabria und die Guardia di Finanza mit, auf spanischer Seite die Policía Nacional; zudem wurde internationale Polizeikooperation, einschließlich Interpol, genutzt. Die spanischen Behörden setzten den Haftbefehl um, nachdem die kalabrischen Ermittler die Fahndung koordiniert hatten.

Die Überstellung markiert den jüngsten Schritt in einer über Jahre geführten Verfolgung gegen einen als führend geltenden Vertreter der ’Ndrangheta-Familie Paviglianiti. Bereits 1996 war Paviglianiti in Spanien gefasst worden; 2021 erfolgte in Madrid eine weitere Festnahme wegen Verstößen gegen Auflagen und mutmaßlicher Verwendung falscher Dokumente. In Italien bestehen Urteile und Ermittlungsverfahren im Umfeld von Mafiaorganisation und Drogenhandel; die Behörden betonen, dass im Übrigen die Unschuldsvermutung für nicht rechtskräftig entschiedene Tatvorwürfe gilt.

Italienische und spanische Stellen heben die enge operative Verzahnung hervor. Nach der Darstellung der Ermittler führten die in Reggio Calabria gewonnenen Erkenntnisse zur Lokalisierung in Kastilien und León; spanische Kräfte vollzogen den Zugriff in Soria. Die Direzione Distrettuale Antimafia sieht in der Überstellung einen Beleg für die Tragfähigkeit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, auf die Kalabrien im Kampf gegen die ’Ndrangheta angewiesen ist.

Tatsachen, Zuschreibungen, Ausblick: Bestätigt sind die Festnahme in Soria am 26. Juni 2026 und die Überstellung nach Italien am 20. August 2026. Italienische Quellen nennen eine Reststrafe von mehr als 19 Jahren. Politische Würdigungen und behördliche Bewertungen wurden als solche gekennzeichnet. Über Umfang und Reihenfolge weiterer Verfahrensschritte äußern sich die beteiligten Stellen mit Verweis auf laufende Verfahren zurückhaltend. Mit der Rückführung ist jedoch absehbar, dass die Vollstreckung der einschlägigen Urteile in Italien fortgesetzt wird und parallel Ermittlungen zu möglichen weiteren Straftatkomplexen koordiniert werden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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