Regionen

Montevarchi dringt auf gemeinsames Team mit Arezzo – Ausnahmeantrag für Geburtsstation der Gruccia in Prüfung

Die Bürgermeisterin von Montevarchi, Silvia Chiassai Martini, fordert ein festes Kooperationsmodell mit dem Ospedale San Donato in Arezzo, während Regione Toscana und ASL Toscana Sud Est den Erhalt des Punto nascita am Ospedale Santa…

Die Bürgermeisterin von Montevarchi, Silvia Chiassai Martini, hat erneut ein verbindliches Kooperationsmodell mit dem Ospedale San Donato in Arezzo angemahnt, um den Punto nascita am Ospedale Santa Maria alla Gruccia zu sichern. Nach Angaben der Kommunen und der Gesundheitsverwaltung ASL Toscana Sud Est liegt dem Ministero della Salute und dem nationalen Comitato Percorso Nascita ein Antrag auf Deroga vor; zugleich läuft eine Monitoringphase, in der die aktuelle Leistungsfähigkeit und die Entwicklung der Fallzahlen im Valdarno ausgewertet werden.

Die Regione Toscana und die ASL Toscana Sud Est hatten den Standort im Zuge der nationalen Mindeststandards für Geburtsstationen überprüft. In der Conferenza dei sindaci des Valdarno wurden seither wiederholt Zahlen und Maßnahmen diskutiert. Protokollen zufolge präsentierte die ASL einen Stabilisierungsplan, der die Anschaffung medizinischer Geräte und organisatorische Anpassungen umfasst. Parallel legte die Region ein Dossier zu infrastrukturellen Faktoren und Erreichbarkeiten vor – mit Blick auf längere Fahrzeiten nach Arezzo und die Bedeutung wohnortnaher Versorgung.

Laut jüngsten kommunalen Mitteilungen liegen die bis August 2026 am Ospedale Santa Maria alla Gruccia verzeichneten Geburten über den Vergleichswerten des Vorjahres. Die Conferenza dei sindaci und die ASL vereinbarten, diese Entwicklung eng zu beobachten und zusätzliche Schritte zur Personal- und Dienstplanung zu prüfen. Konkrete, stichtagsbezogene Gesamtzahlen wurden von den Behörden in Aussicht gestellt, eine endgültige Bewertung steht jedoch aus.

Chiassai Martini fordert in diesem Rahmen Transparenz der Regione Toscana über Datengrundlagen und Kriterien sowie ein gemeinsames Team mit dem Ospedale San Donato, um Neonatologie, Bereitschaften und dienstübergreifende Abläufe abzusichern. Zuständig für eine endgültige Ausnahmeregelung bleiben das Ministero della Salute und das Comitato Percorso Nascita; regionale und lokale Institutionen liefern dafür fortlaufend Unterlagen und Berichte.

Hintergrund der Debatte sind die nationalen Vorgaben zur Mindestfallzahl, die kleine Standorte unter Druck setzen können. Vertreter der Kommunen verweisen auf geographische Besonderheiten des Valdarno und auf erste Hinweise, dass gezielte Maßnahmen die Zahl der Ausweichgeburten nach Arezzo und in die Metropolregion Florenz verringern. Ob der Trend ausreicht, um die Deroga zu rechtfertigen, wird nach Abschluss der laufenden Prüfung entschieden. Bis dahin betonen die Beteiligten, dass Planungssicherheit für Personal und Patientinnen nur durch abgestimmte Strukturen zwischen Montevarchi und Arezzo erreicht werden kann.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk