Molise

Molise und Abruzzo beraten zum Ponte sul Trigno: Wiederaufbau, Umleitungen und Entschädigungen

Nach dem Brückeneinsturz vom 2. April 2026 koordinierten Molise und Abruzzo mit Rom Hilfen, Verkehrssicherung und Zeitplan für den Neubau.

Kern: Nach dem teilweisen Einsturz des Ponte sul Trigno am 2. April 2026 haben Vertreter der Regionen Molise und Abruzzo zusammen mit staatlichen Stellen in einem Krisentreffen den Stand der Entschädigungen, die provisorische Verkehrsführung und die technischen Schritte für den Wiederaufbau abgestimmt. Das Ministero delle Infrastrutture setzte zur Entlastung des Verkehrs den A14‑Abschnitt zwischen Vasto Sud und Termoli vorübergehend mautfrei.

Lage und Ort: Die beschädigte Straßenbrücke über den Grenzfluss Trigno verbindet die Küstenräume von Abruzzo und Molise nahe Montenero di Bisaccia. Seit dem Einsturz ist der regionale Küstenverkehr erheblich eingeschränkt; Umleitungen und zusätzliche Fahrzeiten belasten Pendler und Betriebe. Die A14 dient in Teilen als Ausweichroute, was den Druck auf das Autobahnnetz erhöht.

Ermittlungen und Sicherheit: Die Staatsanwaltschaft in Larino arbeitet mit ANAS an der geordneten Räumung der Trümmer und der Sicherung der Baustelle. Parallel laufen technische Untersuchungen zur Schadensursache und zur Tragwerksbewertung der angrenzenden Infrastruktur. Erst auf dieser Basis werden Bauverfahren, Ausschreibungen und phasenweise Verkehrsfreigaben festgelegt.

Finanzierung und Zuständigkeiten: Die Regierung hat für den Wiederaufbau des Ponte sul Trigno und zusätzliche Sicherungsmaßnahmen am Viadotto Sente-Longo insgesamt mehr als 27 Millionen Euro bereitgestellt. Zur Beschleunigung der Verfahren wird die Einsetzung eines Commissario straordinario geprüft; die Koordination mit den Regionen und ANAS bleibt zentral, um Planungs-, Genehmigungs- und Vergabeprozesse zu straffen.

Wirtschaftliche Folgen und Provisorien: Gemeinden entlang der Achse berichten über Lieferverzögerungen und Kostensteigerungen. In den Beratungen wurde der schnelle Einsatz funktionsfähiger Provisorien priorisiert. ANAS prüft den Einbau vorgefertigter Brückenelemente, um eine frühzeitige, wenn auch eingeschränkte, Wiederherstellung der Verbindung zu ermöglichen. Für besonders betroffene Betriebe und Beschäftigte stehen regionale Entschädigungsinstrumente zur Debatte, deren Details noch abgestimmt werden.

Einordnung – Gesichertes, Zuschreibungen, Aussichten: Gesichert sind der Einsturz am 2. April 2026, die temporäre Mautbefreiung auf der A14 durch das Ministero delle Infrastrutture, die Ermittlungs- und Räumkooperation zwischen der Staatsanwaltschaft in Larino und ANAS sowie staatliche Finanzierungszusagen über mehr als 27 Millionen Euro einschließlich des Viadotto Sente-Longo. Zeitpläne für die Rekonstruktion sind bislang politische und administrative Zielsetzungen. In früheren Stellungnahmen wurden Bauzeiten von fünf bis sieben Monaten genannt; deren Einhaltung hängt nach offizieller Lesart von den laufenden Gutachten, der Freigabe des Baufelds, den Vergaben und möglichen Auflagen aus dem Ermittlungsverfahren ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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