Politik

Ministerrat berät Staatsbegräbnis für Emma Bonino und Raffaele Costa am 14. September

Der Consiglio dei Ministri tagt am Montag in Palazzo Chigi, um über ein Dekret zu staatlichen Trauerfeiern für Emma Bonino und Raffaele Costa zu entscheiden.

Die italienische Regierung hat für Montag, den 14. September 2026, um 10.00 Uhr in Rom eine Sitzung des Consiglio dei Ministri in Palazzo Chigi einberufen. Nach Regierungsangaben steht die Prüfung eines Dekrets zu Esequie di Stato für die verstorbene Senatorin Emma Bonino und den früheren Minister Raffaele Costa auf der Tagesordnung. Mehrere internationale und italienische Medien berichteten am 11. September über den Tod der beiden prominenten liberalen Politiker.

Formell werden staatliche Trauerfeiern in Italien per Decreto del Presidente del Consiglio dei Ministri (DPCM) angeordnet, nach Beschluss des Ministerrats. Das Dekret regelt protokollarische Fragen wie Ort, Ablauf und Rangfolgen sowie gegebenenfalls Anordnungen zur Staatstrauer, etwa das Hissen der Flaggen auf Halbmast. Zuständig für die Vorbereitung der Einzelheiten ist das Ufficio del Cerimoniale der Presidenza del Consiglio dei Ministri.

Emma Bonino (Jahrgang 1948) zählte über Jahrzehnte zu den prägenden Stimmen des italienischen Liberalismus und der Bürgerrechte. Sie war Ministerin, Kommissarin in der Europäischen Kommission und Europaabgeordnete. Raffaele Costa (Jahrgang 1936) war langjähriger Abgeordneter und Minister, unter anderem mit Zuständigkeiten in den Bereichen Gesundheit und Verkehr, und galt als Vertreter liberaler Traditionen im Parteienspektrum. Diese Einordnungen sind in der politischen Berichterstattung weithin belegt; die Regierung würdigt mit der geplanten Entscheidung das öffentliche Wirken beider Persönlichkeiten.

Politisch geht es am Montag um den Umfang der Ehrung: Ob gemeinsame oder getrennte Zeremonien vorgesehen sind, welche Reden und protokollarischen Akte stattfinden und wie lange die Staatstrauer dauern soll, wird nach der Ministerratssitzung präzisiert. Solche Festlegungen haben über den Einzelfall hinaus Symbolwirkung, weil sie ausdrücken, in welchem Maße die Republik Lebensleistungen als staatlich bedeutsam anerkennt.

Bis zum Beschluss bleiben Termin, Ort der Sitzung und der Prüfauftrag die gesicherten Bezugspunkte. Weitere operative Details zu Trauerfeiern und möglicher Staatstrauer veröffentlicht die Regierung nach der Entscheidung durch das einschlägige DPCM und flankierende Mitteilungen des Ministerratssekretariats. Die Sitzung findet in Palazzo Chigi statt; dort werden die förmlichen Festlegungen erwartet.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk