Aktuell

Italien und Vereinigte Staaten vertiefen Autismus-Kooperation bei Seminar in New York

Am 10. September 2026 berieten Vertreterinnen und Vertreter aus Italien und den USA in New York über gemeinsame Praxisansätze zur Inklusion von Menschen im Autismus-Spektrum – mit Blick auch auf Essen und Esskultur.

Am 10. September 2026 fand in New York in der Vertretung der Italian Trade Agency das Seminar „Nuovi Orizzonti per l’inclusione e il benessere delle Persone con Autismo – Tracciare rotte comuni“ statt. Ausrichter war das italienische Ministerium für Menschen mit Behinderungen (Ministero per le Disabilità) unter Ministerin Alessandra Locatelli, Partner auf US-Seite The Center for Discovery. Ziel war es, erprobte italienische und US-amerikanische Modelle der Unterstützung zu vergleichen und Empfehlungen für Versorgungspraxis und Politik zu diskutieren.

Das Ministerium hatte die Tagung am 3. September 2026 angekündigt und dabei den unmittelbaren Bezug zu einem im Februar 2026 unterzeichneten Memorandum of Understanding mit The Center for Discovery hervorgehoben. Die Konferenz richtete sich an Fachleute aus Gesundheits- und Sozialdiensten, Verwaltungen und dem Dritten Sektor. Im Mittelpunkt standen Übergänge in Betreuung und Bildung, die berufliche Integration sowie Maßnahmen zur Stärkung von Autonomie im Alltag.

In Agenturberichten von ANSA und Italpress wurde ein kulturbezogener Akzent der Veranstaltung betont: Der in New York tätige Koch Cesare Casella, in den Meldungen als „Chief“ des Department of Nourishment Arts bei The Center for Discovery bezeichnet, hob die Rolle von Essen und Esskultur für soziale Teilhabe hervor. Seine Aussagen, wonach die italienische Esskultur ein inklusives Umfeld schaffen könne, sind den genannten Agenturmeldungen zugeschrieben; weitere belastbare Zitate oder Programmpunkte zur Finanzierung lagen nicht vor.

Faktisch neu ist der bilaterale Rahmen, in dem konkrete Praxisansätze ausgetauscht und auf Übertragbarkeit geprüft werden. Die politische Zielsetzung, Unterstützungsangebote im Alltag zu verzahnen und Standards zu harmonisieren, ist in der ministeriellen Ankündigung dokumentiert. Aus dem Seminartext und den Agenturberichten ergeben sich jedoch keine unmittelbaren Zusagen zu Gesetzesänderungen oder zusätzlichen Mitteln. Prognosen über künftige Programme bleiben daher vorläufig.

Relevanz hat der Termin über den Tag hinaus, weil er die Kooperation institutionell festigt und den Blick über streng therapeutische Maßnahmen hinaus auf soziale und kulturelle Faktoren lenkt. Dazu zählen die Gestaltung von Mahlzeiten, die Zugänglichkeit gastronomischer Angebote und alltagspraktische Routinen, die für viele Menschen im Autismus-Spektrum entscheidend sind. Ob und wie Ergebnisse des Austauschs in Leitlinien oder Förderlinien einfließen, ist offen. Die hier berichteten Angaben beruhen auf offiziellen Mitteilungen des Ministeriums sowie auf den Berichten von ANSA und Italpress.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk