Lombardei

Meloni verurteilt Angriff auf Rabbiner in Mailand

Nach dem Übergriff auf einen Rabbiner in Mailand hat Giorgia Meloni der Jüdischen Gemeinde die Solidarität der Regierung ausgesprochen und Antisemitismus scharf verurteilt. Die Polizei ermittelt.

Nach einem Übergriff auf einen Rabbiner in Mailand hat Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Abend des 16. September 2026 der Jüdischen Gemeinde Mailand die Solidarität der Regierung ausgesprochen. In einer Erklärung des Präsidiums des Ministerrats nannte sie die Tat niederträchtig und inakzeptabel und bekräftigte, Antisemitismus in keiner Form zu dulden. Die Regierung in Rom kündigte an, Hasskriminalität mit Entschlossenheit entgegenzutreten.

Der Vorfall ereignete sich am Mittwochnachmittag an einer Bushaltestelle im Viertel Bande Nere. Nach Angaben des Präsidenten der Jüdischen Gemeinde Mailand, Walker Meghnagi, wurde ein etwa 60‑jähriger Rabbiner von drei Personen zunächst antisemitisch beschimpft und anschließend geschlagen und getreten. Der breitkrempige Hut des Opfers sei vom Kopf gerissen und mit Füßen malträtiert worden. Der Rabbiner konnte die Angreifer nach Medienberichten fotografieren und filmen. Die Polizei nahm nach der Anzeige Ermittlungen auf und teilte mit, drei Verdächtige ermittelt zu haben.

Die staatliche Nachrichtenagentur ANSA und mehrere große Medien berichteten am 16. September übereinstimmend über den Hergang. Offizielle Details zu Identität und Herkunft der Verdächtigen sowie zur rechtlichen Einordnung des Motivs sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Die Behörden haben die strafrechtliche Bewertung – insbesondere mit Blick auf ein mögliches Hassmotiv – noch nicht abgeschlossen. Fest steht, dass der Tatort im öffentlichen Raum lag und zahlreiche Passanten anwesend waren; Angaben zur Verletzungsschwere des Opfers variierten in frühen Meldungen und wurden nicht abschließend bestätigt.

Der politische Kontext ist klar: Die Attacke fällt in eine Phase erhöhter Sensibilität für antisemitische Vorfälle in Italien. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft betonten nach dem Angriff die Notwendigkeit wirksamer Prävention, besserer Schutzmaßnahmen für gefährdete Einrichtungen und einer zügigen Aufklärung. Die Regierung in Rom verband ihre Verurteilung mit der Zusage, bestehende Instrumente gegen Hasskriminalität konsequent zu nutzen. Prognosen über weitere Maßnahmen bleiben abzuwarten und hängen von den Ergebnissen der Ermittlungen ab.

Tatsachen, Zuschreibungen und Bewertungen sind zu unterscheiden: Melonis Erklärung dokumentiert Solidarität und politische Verurteilung. Der polizeiliche und strafrechtliche Teil ist offen und wird durch die Ermittlungen der Polizei und der Justiz präzisiert werden.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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