Politik

Forza Italia schlägt Perego di Cremnago für Mailand vor – Salvini kündigt eigenen Kandidaten an

Forza Italia hat Matteo Perego di Cremnago als Vorschlag für das Bürgermeisteramt in Mailand präsentiert. Lega-Chef Matteo Salvini erklärte, seine Partei werde einen eigenen Kandidaten benennen.

Mailand, 14. September 2026 — Forza Italia hat Matteo Perego di Cremnago als ihren Vorschlag für die Bürgermeisterwahl in Mailand präsentiert. Parteichef und Außenminister Antonio Tajani bestätigte den Namen im Zuge der laufenden Abstimmungen im Mitte-rechts-Bündnis. Unmittelbar danach erklärte Lega-Chef Matteo Salvini, seine Partei werde einen eigenen Kandidaten aufstellen. Damit zeichnet sich ein offener Wettbewerb um die Führungsrolle des Bündnisses in der lombardischen Metropole ab.

Perego di Cremnago ist seit 2022 als Unterstaatssekretär im Verteidigungsministerium tätig. Der 1982 geborene Politiker gilt in Forza Italia als profilierter Vertreter mit Anbindung an Mailänder Wirtschafts- und Managementkreise. Der Vorstoß seiner Partei ist als Angebot an die Bündnispartner gedacht, das jedoch nicht als gemeinsame Nominierung zu verstehen ist. Formale Entscheidungen über Spitzenkandidaturen stehen aus und werden erst nach weiteren Gesprächen erwartet.

Salvinis Hinweis auf einen eigenständigen Lega-Bewerber verweist auf ungelöste Abstimmungsfragen im Mitte-rechts-Lager. In vorangegangenen Kommunalwahlen hatten die Parteien des Bündnisses ihre Kandidaturen teils mühsam koordiniert; ein Alleingang in Mailand würde das Risiko einer inneren Konkurrenz erhöhen. Beobachter weisen darauf hin, dass die Wahl in Mailand 2027 über den lokalen Rahmen hinauswirkt: Ein Erfolg des Mitte-rechts in der wirtschaftlich stärksten Stadt Italiens hätte Gewicht für das nationale Kräfteverhältnis.

Forza Italia wirbt für Perego di Cremnago als integrierende Figur. Ob sich die Lega darauf einlässt, bleibt offen. Klar ist, dass auch Fratelli d’Italia als stärkste Regierungspartei im Bündnis ein Mitspracherecht beansprucht. Inhaltliche Linien – von städtischer Sicherheit über Wohnungspolitik bis zur Entwicklung großer Infrastrukturprojekte – werden in den kommenden Wochen in bilateralen und trilateralen Runden ausgelotet.

Faktenlage: Der Vorschlag für Perego di Cremnago wurde von Forza Italia bekräftigt; Salvini erklärte öffentlich, die Lega werde einen eigenen Kandidaten präsentieren. Weitere Namen kursieren in der politischen Berichterstattung, doch liegt bislang keine einheitliche Entscheidung des Mitte-rechts-Bündnisses vor. Konkrete Termine für eine gemeinsame Kür wurden nicht genannt. Die Parteien bestätigten lediglich, dass Gespräche laufen.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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