Giorgia Meloni, Präsidentin des Ministerrats, hat am 1. Oktober in Genua die 66. Ausgabe des Salone Nautico Internazionale eröffnet. Die Zeremonie am Waterfront di Levante markiert den Auftakt einer sechstägigen Fachmesse, die bis zum 6. Oktober läuft und als zentraler Treffpunkt der italienischen Freizeit- und Berufsschifffahrt gilt.
Die Veranstaltung wird von Confindustria Nautica und der Gesellschaft I Saloni Nautici organisiert. Sie bündelt Neuheiten aus Yacht- und Bootsbau, maritime Ausrüstung, digitale Dienste und Antriebstechnologien. Aussteller und Branchenvertreter betonen regelmäßig die Rolle des Salone Nautico als Exportplattform und Netzwerkpunkt für die Lieferketten der sogenannten Blauen Wirtschaft. Der Präsident von Confindustria Nautica, Piero Formenti, hob in den Eröffnungsworten die internationale Sichtbarkeit des Standorts hervor. Aus dem Umfeld der Messe war zudem zu hören, dass die erweiterten Flächen am neuen Waterfront mehr Wasserliegeplätze und Demonstrationsmöglichkeiten auf See erlauben.
An der Eröffnung nahmen neben der Regierungschefin Vertreter der lokalen Institutionen und der Industrie teil. Der Bürgermeister von Genua, Marco Bucci, unterstrich die städtebauliche Bedeutung des Waterfront di Levante für Messen und maritimes Gewerbe. Die Präsenz staatlicher und maritimer Behörden bei der Eröffnung unterstreicht die politische und wirtschaftliche Relevanz der Messe über die Region hinaus.
Der Salone Nautico bildet die Bandbreite der italienischen Nautik ab: von Segel- und Motoryachten über Arbeits- und Serviceboote bis zu Komponenten, Elektrifizierung und Navigationssoftware. In diesem Jahr stehen nach Angaben der Organisatoren Innovationen im Schiffbau, Nachhaltigkeit bei Materialien und Antrieben sowie die Sicherung internationaler Lieferketten im Mittelpunkt. Für Werften und Zulieferer in Ligurien und anderen Küstenregionen ist die Messe eine Gelegenheit, Auftragsbücher zu füllen und Partnerschaften zu vertiefen.
Die Eröffnung in Genua fällt in eine Phase hoher Nachfrage nach Premiummodellen und gleichzeitig steigender Anforderungen an Effizienz und Umweltstandards. Branchenkreise verweisen auf Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie auf die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für Häfen, Fertigung und Fachkräfte. Damit ist der Salone Nautico nicht nur Leistungsschau, sondern auch Forum für politische und wirtschaftliche Abstimmung zwischen Regierung, Regionen und Industrie.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).