Mailand, 6. Oktober 2026 — An der Università Bocconi hat der Salone della CSR e dell’innovazione sociale seine 14. Ausgabe eröffnet. Die nationale Konferenz läuft bis zum 8. Oktober. Nach Angaben der Organisatoren beteiligen sich rund 250 Organisationen; im Programm sind etwa 500 gelistete Rednerinnen und Redner sowie mehr als 120 Einzelveranstaltungen vorgesehen. Das Leitmotiv der diesjährigen Ausgabe lautet „Andare oltre“ („Weitergehen, über das Offensichtliche hinaus“).
Der Salone gilt in Italien als wichtiger Treffpunkt von Unternehmen, öffentlicher Verwaltung, Wissenschaft und dem Dritten Sektor zu Fragen ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit. Organisatorisch eingebunden sind neben der Università Bocconi unter anderem das UN Global Compact Network Italia, ASviS und Unioncamere. Die Mailänder Veranstaltung bildet den Abschluss des „Giro d’Italia della CSR“, einer Reihe regionaler Etappen im Frühjahr und Sommer.
Inhaltlich gliedert sich das Programm in mehrere Themenpfade. Schwerpunkte sind nach Veranstalterangaben unter anderem Gemeinwohlorientierung und Governance, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft, Finanzinnovation, Lieferketten- und Menschenrechtsstandards, soziale Inklusion sowie Messmethoden für Wirkung und Transparenz. Auf dem Campus verteilen sich die Formate auf mehrere Foren und Seminarräume; vorgesehen sind Fachdebatten, Werkstätten, Praxisberichte und Präsentationen von Projekten.
Zu den im Vorfeld genannten Teilnehmenden zählen Vertreterinnen und Vertreter großer Energie- und Versorgungsunternehmen, Banken, Forschungsinstitute sowie Stiftungen und Verbände. Namentlich aufgeführt sind etwa Enel, A2A und das Politecnico di Milano. Erwartet wird zudem eine stärkere Verzahnung zwischen politischen Rahmenwerken zur Nachhaltigkeit und betrieblichen Transformationsplänen, etwa bei Berichterstattungspflichten, Due-Diligence-Prozessen und emissionsarmen Geschäftsmodellen. Diese Erwartungen stammen aus Programmbeschreibungen und Positionspapieren beteiligter Institutionen.
Die Organisatoren betonen den Anspruch, neben Strategiedebatten konkrete Umsetzungsbeispiele zu zeigen und Messstandards zu verbreiten. Aussagen zu Umfang, Teilnehmendenzahl und Programm basieren auf Veranstalterangaben; Änderungen im Ablauf sind möglich. Aus Sicht der Wirtschaftsforschung wird der Salone seit Jahren auch als Stimmungsbarometer genutzt: Welche Themen hohe Aufmerksamkeit erhalten, lässt Rückschlüsse darauf zu, wo Unternehmen und öffentliche Akteure Investitions- und Regulierungsbedarf sehen. Prognosen zu wirtschaftlichen Effekten sind jedoch mit Unsicherheiten behaftet und hängen von politischen Entscheidungen sowie der späteren Umsetzung in den Organisationen ab.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).