Mehrere italienische Regionen haben am 28. August neue bestätigte Fälle von Dengue gemeldet. Betroffen sind nach Behördenangaben die Toskana, Friaul-Julisch Venetien, Apulien, Ligurien und Umbrien. Die regionalen Gesundheitsdienste aktivierten umgehend die vorgesehenen Maßnahmen zur Surveillance sowie zur Bekämpfung der Überträgermücken.
Das Istituto Superiore di Sanità beobachtet die Lage im Rahmen seiner Arbovirose-Überwachung und verweist darauf, dass in diesem Jahr ein Großteil der Fälle in Italien als importiert eingestuft wurde. Zugleich prüfen die zuständigen Stellen bei jedem neuen Nachweis, ob lokale Übertragungen vorliegen. In Friaul-Julisch Venetien bestätigte die Azienda sanitaria universitaria Giuliano Isontina einen Fall in der Provinz Triest und meldete die Aktivierung der nationalen Protokolle für Vektor-Kontrolle und Umfelduntersuchungen.
Regionalbehörden in den betroffenen Gebieten ordneten nach den geltenden Leitlinien gezielte Mückenbekämpfung und Umfeldscreenings an. Dazu zählen entomologische Erhebungen, Kontakt-Nachverfolgung im Wohn- und Aufenthaltsumfeld der Betroffenen sowie punktuelle Insektizid-Einsätze, um eine mögliche Weiterverbreitung zu verhindern. Die Behörden betonen, dass diese Eingriffe zeitnah erfolgen müssen, da dokumentierte Übertragungen in Europa meist in engem räumlichem Umfeld des Indexfalls auftreten.
Nach derzeitigem Stand liegen den Behörden keine Todesfälle im Zusammenhang mit den aktuellen Meldungen vor. Ob einzelne der neu registrierten Infektionen autochthon sind oder auf Reisen zurückgehen, soll die Auswertung der Laborergebnisse und der epidemiologischen Erhebungen in den kommenden Tagen klären. Das Istituto Superiore di Sanità verweist in seinen Lagebildern darauf, dass die in Italien weit verbreitete Aedes albopictus die nötigen Voraussetzungen für lokale Übertragungen schafft, wenn infizierte Personen vor Ort von Mücken gestochen werden.
Für die Bevölkerung erinnern die Gesundheitsdienste an bewährte Vorsichtsmaßnahmen: konsequenter Schutz vor Mückenstichen, Beseitigung von Brutstätten wie stehenden Wasseransammlungen auf Balkonen und in Gärten sowie eine frühzeitige ärztliche Abklärung bei Fieber und Gliederschmerzen – insbesondere nach Auslandsreisen in Dengue-Gebiete oder bei Aufenthalt in der Nähe eines bestätigten Falls. Kliniken und Praxen wurden aufgefordert, bei kompatiblen Symptomen an Dengue zu denken und Proben zeitnah zu melden.
Die weitere Entwicklung hängt nach Einschätzung der Behörden maßgeblich vom raschen Vollzug der Vektor-Kontrolle und der Mitwirkung der Bevölkerung ab. Über zusätzliche Fälle und die Einstufung der neuen Nachweise wollen die Regionen berichten, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).