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Mattarella würdigt in Meran und Trient 80 Jahre Autonomie von Trentino-Südtirol

Sergio Mattarella nahm am 5. September in Meran und Trient an Gedenkfeiern zum 80. Jahrestag des Pariser Abkommens von 1946 teil und hob die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für Europa hervor.

Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella hat am 5. September 2026 in Meran und Trient an den offiziellen Feiern zum 80. Jahrestag des Pariser Abkommens von 1946 teilgenommen. Die Veranstaltungen würdigten die Sonderautonomie von Trentino-Südtirol und stellten ihren Beitrag zu Stabilität, Minderheitenschutz und wirtschaftlicher Entwicklung heraus. Nach Angaben der Provinz und des Quirinale stand die grenzüberschreitende Kooperation im Zentrum der Ansprachen; sie werde auch künftig den europäischen Zusammenhalt stärken, wurde aus dem Umfeld des Staatspräsidenten verlautbart.

Am Vormittag fand in Meran eine Gedenkveranstaltung mit Vertretern der beiden autonomen Provinzen und der Gemeinden statt. Am Nachmittag folgte im Teatro Sociale in Trient eine zentrale Zeremonie unter dem Motto „1946–2026: 80 anni di una Repubblica e di un’autonomia speciale“. Anwesend waren neben Mattarella regionale Repräsentanten und Mitglieder der Landesverwaltungen. Konkrete neue Gesetzesinitiativen wurden nicht angekündigt; die Reden betonten symbolische und praktische Erfolge der Autonomie sowie offene Aufgaben in der Kompetenzabgrenzung zwischen Staat und Regionen.

Das Pariser Abkommen von 1946, auch als De Gasperi–Gruber-Abkommen bekannt, begründete den institutionellen Rahmen für die besondere Rechtsstellung der Provinzen Trient und Bozen. Es sichert seither die Wahrung der deutschen und ladinischen Sprachminderheiten, den Ausbau eigenständiger Zuständigkeiten und Mechanismen des Minderheitenschutzes. In den Feiern wurde dieser historische Ausgangspunkt als weiterhin maßgeblich für das heutige Autonomiesystem gewürdigt. Vertreter der Provinzen verwiesen auf wirtschaftliche Kennzahlen, Bildungsangebote in mehreren Sprachen und funktionierende Konsultationsmechanismen als Ergebnisse dieser Ordnung.

Zugleich wurden die europäischen Bezüge herausgestellt. Nach Darstellung der Präsidentschaft unterstreicht die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Tirol und dem Bundesland Salzburg im Rahmen der Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino, dass regionale Autonomien europäische Integration konkret machen können. Zuständigkeitsfragen, etwa bei Infrastruktur, Klima- und Migrationspolitik, gelten in den laufenden Gesprächen zwischen Rom und den Provinzen als Prüfsteine der Belastbarkeit des Modells.

Die Behörden in Trient verwiesen darauf, dass die Giornata dell’Autonomia 2026 bewusst auf den historischen Stichtag gelegt wurde. Die Präsenz des Staatsoberhaupts galt als Signal der Anerkennung gegenüber den Institutionen vor Ort und als Ermutigung, das Autonomiesystem an neue Herausforderungen anzupassen. Damit bleibt das Pariser Abkommen auch acht Jahrzehnte nach seiner Unterzeichnung ein Referenzpunkt für die politische und rechtliche Entwicklung in Trentino-Südtirol.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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