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Italien und Frankreich proben grenznahe Bergrettung bei Bar Cenisio

Nahe Bar Cenisio in der Gemeinde Venaus haben italienische und französische Einsatzkräfte am 8. September eine gemeinsame Hochgebirgsübung abgehalten, um Abläufe bei grenzüberschreitenden Rettungen zu testen.

Italienische und französische Rettungskräfte haben am 8. September 2026 nahe Bar Cenisio in der Gemeinde Venaus (Provinz Turin) eine gemeinsame Übung für Berg- und Luftrettung im Hochgebirge durchgeführt. Nach übereinstimmenden Berichten diente das Training der Abstimmung von Verfahren, Funkkommunikation und Übergaben an der Staatsgrenze. Mehrere Szenarien simulierten Abstürze in unwegsamem Gelände und den anschließenden Abtransport vermeintlich Verletzter.

Beteiligt waren auf italienischer Seite das Servizio Regionale di Elisoccorso von Azienda Zero Piemonte, der Soccorso Alpino e Speleologico Piemontese sowie die Stazione des Soccorso Alpino der Guardia di Finanza in Bardonecchia. Frankreich entsandte spezialisierte Einheiten der Bergrettung, darunter das Peloton de Gendarmerie de Haute Montagne (PGHM) und die CRS Secours en Montagne der Police Nationale. Hubschrauberunterstützung kam aus dem nahegelegenen französischen Modane.

Nach Angaben der Organisatoren verfolgte die Übung zwei Schwerpunkte. Erstens wurden Such- und Rettungstaktiken in Grenzbereichen praktisch abgeglichen, in denen topografische und meteorologische Bedingungen Einsätze häufig erschweren und hohes Koordinationsniveau erfordern. Zweitens wurden Abläufe der Luftrettung, medizinische Erstversorgung sowie die formale Übergabe von Patienten zwischen den nationalen Systemen getestet. Die Teams trainierten unter anderem die Sicherung am Fels, das Ausheben und kurze Ausfliegen mit der Seilwinde sowie die bodengebundene Übergabe an Rettungsfahrzeuge.

Fachleute verweisen darauf, dass gerade in den Alpen Zuständigkeiten, Funkstandards und Dokumentationswege der beteiligten Dienste variieren. Gemeinsame Übungen sollen Reaktionszeiten verkürzen, technische Schnittstellen prüfen und rechtliche Fragen im Vorfeld klären. Für die operative Praxis ist die Interoperabilität zwischen ziviler Luftrettung, Polizei- und Bergrettungsdiensten sowie spezialisierten Einheiten der Guardia di Finanza maßgeblich.

Vertreter der Direzione von Azienda Zero Piemonte und der Leitung des Soccorso Alpino e Speleologico Piemontese verfolgten den Ablauf vor Ort. Konkrete Beschlüsse zu dauerhaften Verfahrensanpassungen wurden zunächst nicht bekanntgegeben. Die Übung wurde von regionalen Medien und der Agentur LaPresse für den 8. September 2026 dokumentiert; sie reiht sich in wiederkehrende grenzüberschreitende Trainingsmaßnahmen in der westlichen Alpenregion ein.

Die Lage an der Grenze bei Bar Cenisio, unweit wichtiger Übergänge zwischen der Provinz Turin und dem Savoyen-Raum mit dem Stützpunkt in Modane, gilt als besonders einsatzrelevant. Kurzfristig ist mit einer Auswertung der Übung zu rechnen; künftige Anpassungen der Abläufe hängen von den Ergebnissen dieser Analyse und weitergehenden Abstimmungen der beteiligten Behörden ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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