Die Region Marken verzeichnet eine deutliche Verringerung der Blutversorgung: Nach den am 4. September 2026 veröffentlichten Zahlen des Centro Nazionale Sangue wurden in den Marken von Januar bis Juli 2026 40.185 Einheiten roter Blutkörperchen (Erythrozyten) produziert; im gleichen Zeitraum 2025 waren es 43.075 Einheiten – ein Rückgang von 6,7 Prozent. Der nationale Durchschnitt wies in diesem Zeitraum eine deutlich geringere Abnahme auf.
Zeitlich überlagert sich dieser Rückgang mit einem regionalen Prüfungsvorgang zur Handhabung und Lagerung von Plasma. Die Region hatte im März 2026 eine interne Überprüfung eingeleitet, nachdem Mängel bei der Officina Trasfusionale bekannt geworden waren. In offiziellen Kommuniqués und in der späteren Relazione des Nucleo ispettivo nennt die Verwaltung unterschiedliche Zahlen zu betroffenen Plasmasäcken; parlamentarische Dokumente sprechen in Teilen von bis zu 1.600 Einheiten, andere Angaben nennen zunächst rund 300 nicht verwendbare Säcke.
Die Giunta regionale hat die Schlussfolgerungen der Inspektion formalisiert und die Relazione am zuständigen Ministerium, dem Centro Nazionale Sangue, der Procura della Repubblica di Ancona, der Procura regionale della Corte dei Conti und den Carabinieri NAS übermittelt. Das Centro Nazionale Sangue bestätigte zudem Vereinbarungen mit dem Istituto Superiore di Sanità zur Nutzung nicht verwertbarer Proben zu Test‑ und Forschungszwecken. Die AOU delle Marche betonte in einer eigenen Stellungnahme Mitte Juli 2026, dass Verfahren zur Sicherung der Legalität und der Patientensicherheit eingehalten würden.
Vertreter von Spenderorganisationen, darunter AVIS Marche, berichten von kurzfristigen Schwankungen bei der Spendenbereitschaft, betonen aber weiter bestehende Solidarität der Bevölkerung. Gesichert ist nach den vorliegenden Dokumenten der Rückgang der produzierten Erythrozyten‑Einheiten seit Jahresbeginn und die laufende Weitergabe von Prüfberichten an Justiz‑ und Kontrollbehörden. Unklar bleibt die exakte Größenordnung des betroffenen Plasma‑Bestands; dazu laufen Ermittlungen und verwaltungsrechtliche Verfahren. Kurzfristig entscheidend für die Versorgungssicherheit sind stabile personelle Kapazitäten in den Officine Trasfusionali, verlässliche Ablaufstandards und transparente Kommunikation gegenüber Spenderinnen und Spendern sowie Aufsichtsinstanzen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).