Mailand (italienisch: Milano) – Riccardo De Corato (Fratelli d’Italia) fordert vom Palazzo Marino transparente Auskunft über die wiederholten Fristverlängerungen im Verfahren Avviso pubblico 2026/1 zur Auswahl städtischer Vertreter in die Gremien der Biblioteca Europea di Informazione e Cultura. Er kritisiert, das Rathaus habe mehrfach nachgesteuert, ohne die Gründe und den weiteren Zeitplan geschlossen darzulegen.
Fest steht: In amtlichen Verfügungen des Comune di Milano sind mehrere „ulteriore parziale proroghe“ dokumentiert – darunter eine gesonderte Verlängerung, die ausdrücklich die Fondazione BEIC betrifft. Diese Akten belegen, dass im Jahr 2026 wiederholt Fristen nachgetragen wurden. Eine einheitliche, abschließende Liste aller Einzelschritte liegt öffentlich jedoch nicht vor. Die von De Corato ins Spiel gebrachte konkrete Zahl aller Verlängerungen lässt sich aus den bislang verfügbaren Dokumenten nicht verlässlich bestätigen.
Unabhängig vom Streit um das Verfahren schreitet das Bauprojekt der Biblioteca Europea di Informazione e Cultura am Standort Porta Vittoria voran. Nach Angaben der Stadtverwaltung und übereinstimmenden Berichten lokaler Medien sollen die Arbeiten bis Ende 2026 abgeschlossen werden; eine Öffnung wird für das Frühjahr 2027 avisiert. Diese Zeitpläne sind Ankündigungen der Behörden und keine bereits erreichten Meilensteine.
Politisch berührt die Personalbesetzung die Governance der Fondazione BEIC. Verzögerungen können Übergangslösungen verlängern und die Legitimation entscheidungsbefugter Organe tangieren. De Corato verlangt daher eine vollständige Veröffentlichung aller Verlängerungsakte mit Datum, Geltungsbereich und Rechtsgrundlage sowie einen verbindlichen Abschlusszeitplan. Das wäre Voraussetzung, um zu prüfen, ob die Proroghe verwaltungsrechtlich tragfähig begründet sind oder ob organisatorische und politische Konsequenzen folgen müssen.
Offen bleibt gegenwärtig: die genaue Anzahl sämtlicher Verlängerungen im Rahmen des Avviso pubblico 2026/1, die jeweiligen Begründungen der Verwaltung und der Endtermin für das Auswahlverfahren. Bis zu einer konsolidierten Übersicht aus dem Palazzo Marino sollten konkrete zahlenmäßige Angaben zu den Fristen als vorläufig gelten.
Der Comune di Milano hat auf entsprechende Nachfragen bislang keine detaillierte Gesamtdarstellung der Friständerungen veröffentlicht. Für die Biblioteca Europea di Informazione e Cultura und die Fondazione BEIC ist die zügige und rechtssichere Besetzung der Gremien jedoch zentral, damit Aufbau, Inbetriebnahme und künftiger Betrieb in Milano koordiniert und verantwortbar gesteuert werden können.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).