Ligurien

Ligurien legt Zehn-Millionen-Fonds für Start-ups und kleine und mittlere Unternehmen auf

Die Region Ligurien hat einen neuen, von Ligurcapital verwalteten Beteiligungsfonds über zehn Millionen Euro online gestellt. Anträge sind ab dem 22. September 2026 möglich, die Vorstellung erfolgt am 17. September 2026 in Genova.

Die Region Ligurien hat einen neuen Beteiligungsfonds über zehn Millionen Euro freigeschaltet, der von der regionalen Beteiligungsgesellschaft Ligurcapital verwaltet wird. Das Programm richtet sich an Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz oder Investitionstätigkeit in Ligurien. Laut Ankündigung der Region und von Ligurcapital ist die Einreichung von Anträgen ab dem 22. September 2026 über das Online-Portal vorgesehen. Eine öffentliche Vorstellung des Instruments ist für den 17. September 2026 in der Camera di Commercio di Genova geplant.

Der Fonds ist Teil der Umsetzung des Operationellen Programms FESR 2021-2027 und speist sich aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Das Programm kombiniert Eigenkapital- und Quasi-Eigenkapital-Bausteine. Nach den veröffentlichten Eckpunkten sind zwei Linien vorgesehen: eine speziell für junge Start-ups mit Ticketgrößen zwischen 100.000 und 500.000 Euro und eine zweite für kleine und mittlere Unternehmen mit Beträgen bis zu 300.000 Euro. Die genaue Ausgestaltung der Förderlogik, die Bedingungen für Co-Investitionen sowie die Bewertungskriterien sind in den offiziellen Ausschreibungsunterlagen festgelegt.

Ligurcapital ist eine öffentliche Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Genova. Sie verwaltet seit Jahren Instrumente zur Stärkung der Kapitalbasis regionaler Unternehmen und soll die Auswahl der Vorhaben auf Grundlage der definierten Kriterien und Gremienentscheidungen vornehmen. Die Region Ligurien begründet die Maßnahme mit dem Ziel, Wachstums- und Innovationsprojekte zu beschleunigen und zusätzliche Beschäftigung in der Region anzustoßen.

Kurzfristig schafft der Fonds eine weitere Finanzierungssäule für Gründungen und Frühphasenprojekte, insbesondere dort, wo Bankkredite oder klassische Förderdarlehen nicht ausreichen. Mittel- bis langfristig erhofft sich die Region eine stärkere Hebelwirkung durch die Einbindung privater Kapitalgeber. Dem stehen Risiken gegenüber: Die Fondsgröße ist im Verhältnis zu größeren Skalierungsrunden begrenzt, und der Erfolg hängt wesentlich davon ab, ob ausreichend tragfähige Co-Investoren mobilisiert werden können. Konkrete Wirkungszahlen zu Beschäftigung oder Investitionsvolumen über die Fondssumme hinaus liegen bislang als Zielkorridore vor und sind keine zugesicherten Ergebnisse.

Interessierte Unternehmen sollten die Fristen, die Zulassungsvoraussetzungen und die Nachweispflichten in den Bando-Unterlagen und im Online-Portal von Ligurcapital sorgfältig prüfen. Für Start-ups und technologieorientierte Mittelständler in Ligurien kann der Zugang zu Beteiligungskapital aus dem FESR 2021-2027 einen wichtigen Impuls setzen, um Entwicklungsphasen zu finanzieren, Markteinführungen zu beschleunigen und private Investoren zu gewinnen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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