Kering hat am 1. September 2026 die Ernennung von Sabina Belli zur Präsidentin von Kering Italia bekanntgegeben. Die Funktion tritt am 15. September in Kraft. Belli soll die Interessen des Konzerns in Italien vertreten, die Beziehungen zu öffentlichen Institutionen, Branchenverbänden und weiteren Stakeholdern ausbauen und die Sichtbarkeit des industriellen und handwerklichen Ökosystems Italiens im Konzern stärken. Der Posten ist in Mailand angesiedelt; Kering nannte in der Mitteilung keine Details zur operativen Berichtslinie.
Belli steht seit 2015 an der Spitze von Pomellato, der Mailänder Schmuckmarke innerhalb des Konzerns. In den vergangenen Jahren profilierte sie Pomellato international und setzte Initiativen zu Talentförderung und Gleichstellung um. Unter ihrer Führung wurde die Initiative Pomellato for Women ausgebaut. Kering verweist zudem darauf, dass Belli seit April 2026 die Kering Accademia per le Eccellenze leitet, die auf die Sicherung und Weitergabe handwerklicher Spitzenkompetenzen in Italien zielt.
Hintergrund der Personalentscheidung ist die zentrale Rolle Italiens für die Wertschöpfung von Kering. Ein erheblicher Teil der Produktion, zahlreicher Lieferketten und spezialisierter Zulieferbetriebe des Konzerns konzentriert sich in Italien. Mit einer eigenen Präsidentschaft in Italien will Kering die Koordination zwischen den Marken, den Institutionen und den regionalen Clustern des Luxus- und Handwerkssektors bündeln. Konkrete Zusagen zu neuen Investitionen, Standorten oder Beschäftigtenzahlen enthielt die Mitteilung nicht.
Die Nachricht wurde von ANSA und weiteren Fachmedien aufgegriffen. Sie verweisen auf parallel laufende organisatorische Anpassungen im Schmuckbereich des Konzerns. Die Berichterstattung deckt sich in den Kernelementen mit der Kering-Mitteilung: Ernennung zum 1. September, Amtsantritt Mitte September, Standort Mailand, Fokus auf Repräsentation und den Dialog mit Institutionen.
Aus heutiger Sicht ist die Rolle vor allem repräsentativ und strategisch angelegt. Ob daraus kurzfristig weitere Maßnahmen wie Ausbildungsprogramme, Kooperationen mit Berufsschulen oder regionalen Behörden oder zusätzliche Mittel für die Modernisierung italienischer Fertigungsstätten folgen, bleibt offen. Künftige Ankündigungen von Kering oder betroffenen italienischen Institutionen werden zeigen, ob die neue Struktur zu messbaren Projekten in Italien führt.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).