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Kalabrien: Umweltverbände verlangen Stopp der Jagdvoröffnung wegen Hitze und Bränden

In Kalabrien fordern Umweltorganisationen, die für den 2. September vorgesehene Voröffnung der Jagdsaison auszusetzen. Sie verweisen auf extreme Witterung und eine Eilentscheidung des TAR Calabria; zugleich wird eine Verschiebung des Saisonstarts auf den 1.…

In Kalabrien drängen mehrere Umweltverbände auf einen sofortigen Stopp der für den 2. September 2026 vorgesehenen Voröffnung der Jagdsaison. In einem Schreiben vom 19. August an den Regionalpräsidenten Roberto Occhiuto und die zuständigen Ressorts verweisen sie auf die anhaltende Hitze, ausgeprägte Dürre und zahlreiche Waldbrände, die nach ihrer Einschätzung die Wildbestände zusätzlich schwächen. Gefordert wird zugleich, den allgemeinen Beginn der Saison auf den 1. Oktober zu verschieben.

Als rechtliche Stütze nennen die Organisationen eine vorsorgliche Anordnung des TAR Calabria vom 13. August 2026. Der Präsident einer Sektion des Verwaltungsgerichts setzte darin das erste Voröffnungsdatum für die Jagd auf die Ringeltaube (Columba palumbus) am 2. September aus; die kollegiale Anhörung wurde auf den 2. September terminiert. Die Entscheidung bezieht sich ausdrücklich nur auf diesen Termin. Nach Einschätzung der Verbände erhöht sie aber die Rechts- und Vollzugunsicherheit für weitere angesetzte Tage.

Getragen wird die Initiative unter anderem von Greenpeace Italia sowie vom kalabrischen Gruppo Adorno, der seit Jahren gegen illegalen Vogelfang vorgeht. Sie verweisen auf Feldbeobachtungen zu geschwächten Beständen und warnen vor zusätzlichem Stress durch die Witterung. Aus ihrer Sicht ist eine Präventionspause notwendig, um Brut- und Zugvögel zu schonen, bis belastbare Daten zur Populationslage vorliegen.

Die Regionalverwaltung hat den Jagdkalender 2026/2027 bereits verabschiedet. Er sieht Voröffnungen im September für ausgewählte Arten und den regulären Start der Saison am 20. September 2026 vor. Vertreter der Jagdverbände kritisieren die Eilentscheidung des Gerichts als wirtschaftlich schädlich für Jäger und Betriebe. Federcaccia Calabria verlangt Klarheit über Daten und Regeln, um kurzfristige Absagen und Investitionsrisiken zu vermeiden.

Offen ist nun, ob die Regionalregierung auf die Verbandsforderung reagiert und ob das Verwaltungsgericht den Eingriff über den 2. September hinaus ausweitet. Faktisch prallen drei Interessenlagen aufeinander: erstens der Schutz der Fauna in einem Sommer außergewöhnlicher Klimaextreme, zweitens die Rechtssicherheit bei der Anwendung des Jagdkalenders und drittens die wirtschaftlichen Erwartungen des Sektors. Die weitere Entwicklung hängt von der Entscheidung des TAR Calabria und möglichen Anpassungen der Regione Calabria ab.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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