Kalabrien

Kalabrien treibt UNESCO-Bewerbung für italo-griechisches Erbe der byzantinischen Zeit voran

Die Giunta der Region Kalabrien hat am 7. August 2026 Beschlüsse zur koordinierenden Vorbereitung einer seriellen UNESCO-Nominierung gefasst. Grundlage sind ein Eintrag in die Tentativliste der UNESCO vom 13. Dezember 2023 und ein regionales…

Die Giunta der Region Kalabrien hat am 7. August 2026 den Rahmen für die koordinierte Vorbereitung einer seriellen UNESCO-Kandidatur zum italo-griechischen Erbe der byzantinischen Zeit beschlossen. Kern ist ein Protocollo d’intesa zwischen der Regione Calabria, dem Ministero della Cultura, beteiligten Kommunen und kirchlichen Institutionen. Es soll Zuständigkeiten, Arbeitsabläufe und fachliche Standards für Dossiers, Zustandsbewertungen und Managementpläne festlegen, bevor der formale Antrag an das UNESCO-Welterbekomitee gestellt werden kann.

Die geplante serielle Nominierung bündelt sakrale Bauten und weitere materielle Zeugnisse, die zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert die byzantinische Prägung Süditaliens dokumentieren. Namentlich genannt werden u. a. die Cattolica di Stilo sowie Kirchen und Klosteranlagen in Gerace, Rossano, Santa Severina und Bivongi. Die Region stellt die wissenschaftliche Dokumentation und den langfristigen Erhalt der Bausubstanz in den Vordergrund und betont die Notwendigkeit eines abgestimmten Besuchermanagements.

Der aktuelle Schritt knüpft an bereits vorliegende Akte an. Der serielle Vorschlag „Le testimonianze della cultura Italo‑Greca tra Alto e Basso Medioevo“ wurde am 13. Dezember 2023 in die Tentativliste der UNESCO eingetragen. Ein Dekret der Regione Calabria vom 9. September 2025 weist Mittel zur Vorbereitung der Bewerbung aus und definiert organisatorische Zuständigkeiten. Aus Sicht der Verwaltung sind zentrale Herausforderungen die enge Abstimmung zwischen öffentlichen Stellen und kirchlichen Eigentümern, die Sicherung der Finanzierung für Erhaltungsmaßnahmen sowie die Ausarbeitung belastbarer Schutz- und Managementpläne nach UNESCO-Standards.

Offen bleiben Zeitplan und Fristen für die Einreichung des vollständigen Nominierungsdossiers beim Ministero della Cultura und der nationalen UNESCO-Struktur. Solange die Dossiers und Managementpläne nicht abgeschlossen und mit den Eigentümern abgestimmt sind, verbleibt das Verfahren in der vorbereitenden Phase. Erst nach nationaler Priorisierung und formaler Weiterleitung durch Rom könnte die serielle Nominierung dem UNESCO-Welterbekomitee vorgelegt werden. Die Region argumentiert, dass eine erfolgreiche Anerkennung den Schutzstatus der betreffenden Orte stärkt und die Grundlage für qualitätsgesicherten Kulturtourismus in strukturschwachen Gebieten Kalabriens legen kann; konkrete Fördervolumina sind bislang nicht benannt.

Mit dem Beschluss vom 7. August 2026 setzt die Giunta der Region Kalabrien einen administrativen Anker, der die verstreuten Initiativen in Stilo, Gerace, Rossano, Santa Severina und Bivongi zusammenführen soll. Der weitere Fortgang hängt von der termingerechten Fertigstellung der Unterlagen und der Einigung aller beteiligten Träger ab.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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