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Italien und Griechenland besiegeln in Rom die Übergabe von zwei Fregatten

Rom und Athen haben eine Umsetzungsvereinbarung zur Abgabe von zwei italienischen FREMM-Fregatten an die Hellenische Marine unterzeichnet. Der Industriekonzern Fincantieri koordiniert Transfer und Erstbetreuung.

Italien und Griechenland haben am 8. September 2026 in Rom eine Umsetzungsvereinbarung zur Übergabe von zwei in Dienst stehenden italienischen FREMM-Fregatten an die Hellenische Marine unterzeichnet. Der formale Akt erfolgte nach übereinstimmenden Angaben von Fincantieri und beteiligten Ministerien in Anwesenheit des italienischen Verteidigungsministers Guido Crosetto und seines griechischen Amtskollegen Nikos Dendias sowie hochrangiger Marinevertreter beider Länder.

Die Vereinbarung regelt den konkreten Transfer, technische Anpassungen, logistische Abläufe und eine initiale Unterstützungsphase. Fincantieri übernimmt die Koordination des Übergangs und soll griechische Industriepartner in Instandhaltung und Integration neuer Systeme einbeziehen. Es handelt sich um bereits genutzte Einheiten der Marina Militare; Neubauten für Griechenland sind nicht Gegenstand dieses Schritts. Konkrete Abgabedaten einzelner Schiffe nannten die Seiten zunächst nicht.

In griechischen Medien wird der Gesamtwert der Transaktion mit rund 460 Millionen Euro beziffert. Offizielle Details zu Zahlungsmodalitäten, Garantieumfang und längerfristigen Wartungsleistungen bleiben vorerst offen. Die beteiligten Ministerien stellten die militärische Zweckmäßigkeit und die industriepolitische Dimension heraus: Athen erhält eine kurzfristig verfügbare Verstärkung der Flotte, während Rom die bilaterale Zusammenarbeit und die Rolle der eigenen Industrie im Verbund der NATO unterstreicht.

Die FREMM-Klasse (Fregata Europea Multi‑Missione) steht für ein modular aufgebautes Mehrzweckkonzept, das unter anderem U‑Boot‑Jagd, Luftverteidigung und Seeraumüberwachung abdecken kann. Diese Flexibilität erleichtert laut beteiligten Stellen die Anpassung der beiden italienischen Schiffe an griechische Einsatzprofile. Der künftige Umfang von Modernisierungen und Systemwechseln wird in weiteren technischen Absprachen festgelegt.

Politisch knüpft die Unterzeichnung an die Intensivierung der maritimen Kooperation zwischen beiden Ländern seit 2025 an. Damals hatten Rom und Athen ihre Absicht bekräftigt, verfügbare Fähigkeiten zu teilen und industrielle Synergien zu nutzen. Die jetzige Umsetzungsvereinbarung markiert den operativen Einstieg in den Transferprozess. Weitere Mitteilungen von Fincantieri und den Verteidigungsministerien sollen Einzelheiten zu Zeitplan, Ausbildungspaketen und logistischer Einbindung der Hellenischen Marine klären.

Die Übergabe gebrauchter, aber leistungsfähiger Einheiten durch einen EU‑ und NATO‑Partner gilt in Verteidigungskreisen als Mittel, Fähigkeitslücken rasch zu schließen und zugleich europäische Lieferketten zu stärken. Welche Folgen der Abgang für die Einsatzplanung der Marina Militare hat, ist Gegenstand interner Neubewertungen; Italien hatte in der Vergangenheit ähnliche Übergänge durch temporäre Flottenumplanung abgefedert.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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