Kultur

Italien und Frankreich stellen Manifest für bildliche Medienkompetenz vor

Bei der Sommet Lumière am 7. September 2026 in Saint‑Paul‑de‑Vence präsentierten Italien und Frankreich das „Manifesto per l’Educazione all’Immagine Universale“. Beteiligte sind das Ministero della Cultura mit der Direzione generale Cinema e audiovisivo und…

Italien und Frankreich haben am 7. September 2026 beim Sommet Lumière in Saint‑Paul‑de‑Vence das gemeinsame „Manifesto per l’Educazione all’Immagine Universale“ vorgestellt. Initiatoren sind das italienische Ministero della Cultura, vertreten durch die Direzione generale Cinema e audiovisivo, und in Frankreich das Centre national du cinéma et de l’image animée (CNC). Die Vorstellung erfolgte im Rahmen der internationalen Konferenz, die sich dem Zukunftsthema Film und audiovisuelle Medien widmet.

Nach den offiziellen Mitteilungen versteht sich das Manifest als strategischer Rahmen, um Bild‑ und Medienkompetenz systematisch in Schul‑ und Kulturangeboten zu verankern. Genannte Ziele sind der Ausbau film‑ und bildpädagogischer Programme, verbesseter Zugang für junge Zielgruppen, die Förderung kultureller Vielfalt und die Fortbildung von Lehrkräften und Vermittlern. Das italienische Ministerium verweist dabei auf den bestehenden Piano Nazionale Cinema e Immagini per la Scuola, in dessen Rahmen bereits jährliche Mittel eingeplant seien und der als Basis für die bilaterale Kooperation dienen soll.

Als kurzfristige Maßnahmen nennen die beteiligten Stellen gemeinsame Festivalschienen, Fortbildungsangebote für Pädagoginnen und Pädagogen sowie die Einrichtung eines Expertengremiums für europäische Politikfragen des Kinos und Audiovisuellen. Die DGCA und das CNC kündigen außerdem an, die Zusammenarbeit zu institutionalisieren und gemeinsame Projekte in Europa zu koordinieren.

Unklar bleibt, in welchem Umfang verbindliche Finanzierungszusagen, formale curriculare Verankerungen und Evaluationsmechanismen folgen. Entscheidend für die Umsetzung wird die Abstimmung mit Bildungsministerien, Schulträgern und den Regionen sein sowie die Frage, wie Pilotprojekte skaliert werden. Die beteiligten Ministerien bezeichnen das am 7. September 2026 veröffentlichte Manifest als Auftakt zu einem fortlaufenden Prozess; konkrete Umsetzungspläne sollen in den kommenden Monaten konkretisiert werden.

Die Initiative knüpft an bereits bestehende nationale Programme an und setzt einen bilateralen Akzent in der Kultur‑ und Bildungspolitik. Für Italien bietet die Bündelung mit Frankreich die Möglichkeit, den Piano Nazionale Cinema e Immagini per la Scuola international zu verzahnen; für Frankreich steht die europäische Vernetzung der Film‑ und Bildbildung im Vordergrund.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk