Aktuell

Italien bleibt in der Koalition der Willigen – sagt Teilnahme an Herbstübungen der Volenterosi ab

Nach Macrons Ankündigung groß angelegter Manöver im Oktober und November 2026 bekräftigt Rom politische und materielle Unterstützung für die Ukraine, lehnt aber Übungen mit eigener Truppenpräsenz ab.

Italien bleibt Teil der Koalition der Willigen (Volenterosi), beteiligt sich jedoch nicht an den für den Herbst 2026 geplanten gemeinsamen Übungen. Rom betonte, die Linie der Regierung ändere sich nicht: politische Rückendeckung und materielle Hilfe für die Ukraine ja, Beteiligung an Manövern mit eigener Truppenpräsenz nein. Nach Angaben aus dem Palazzo Chigi umfasst die Unterstützung weiterhin nicht‑militärische Lieferungen wie Stromgeneratoren.

Auslöser der Klarstellung war die Ankündigung von Emmanuel Macron am 24. August 2026 in Kiew. Der französische Präsident stellte großangelegte gemeinsame Übungen der Volenterosi für Oktober 2026 und November 2026 in Aussicht. Die Zusammenkunft der Unterstützerstaaten fand anlässlich des 35. Jahrestags der ukrainischen Unabhängigkeit statt. Macron zufolge sollen die Manöver die Einsatzbereitschaft einer möglichen multinationalen Unterstützungsfähigkeit nach einem Ende der Kampfhandlungen prüfen. Diese Zielsetzung ist eine politische Festlegung der französischen Seite; operative Details wurden öffentlich nicht präzisiert.

Italienische Regierungskreise verweisen darauf, dass die Entscheidung der bisherigen Linie von Giorgia Meloni entspricht: Die Ukraine wird politisch und materiell unterstützt, eine Entsendung eigener Kampftruppen bleibt ausgeschlossen. Meloni bekräftigte den Einsatz Italiens für Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine, ohne die Teilnahme an Herbstübungen zu autorisieren. Das Bekenntnis zur Koalition der Willigen bleibe davon unberührt.

In Rom wird der Schritt als konsequente Abgrenzung interpretiert, die Vorbehalte gegenüber einem direkten militärischen Engagement klärt. In Partnerhauptstädten wie Frankreich und dem Vereinigten Königreich wird hingegen stärker auf gemeinsame Übungsformate gesetzt, um Abläufe und Interoperabilität zu testen. Der unterschiedliche Akzent spiegelt divergierende politische Risikobewertungen wider, ohne den Grundkonsens über die Unterstützung der Ukraine infrage zu stellen.

Fakt ist: Der von Macron genannte Zeitrahmen legt die nächste Etappe der Abstimmungen innerhalb der Volenterosi fest. Über Ort, Umfang und genaue Beiträge einzelner Staaten wird nach Angaben von Teilnehmern in den kommenden Wochen weiter verhandelt. Italiens Absage an eine Übungsbeteiligung markiert dabei eine klare rote Linie, zugleich unterstreicht sie die Fortführung praktischer Hilfen und den Verbleib in der Koalition. Welche Form künftige Unterstützungsstrukturen annehmen, ist derzeit Gegenstand politischer Diskussionen; belastbare Entscheidungen dazu liegen noch nicht vor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk