In Italien hat das Statistikamt Istat am 1. Oktober vorläufige Monatszahlen zum Arbeitsmarkt veröffentlicht. Für August 2026 bleibt die Zahl der Beschäftigten gegenüber Juli unverändert, zugleich steigt die Arbeitslosenquote auf 6,2 Prozent. Die Zahl der Personen, die aktiv Arbeit suchen, nimmt zu, während die Inaktivität unter den 15- bis 64-Jährigen leicht sinkt.
Istat beziffert die Beschäftigung im August auf 24.352.000 Personen. Die Zusammensetzung verschiebt sich: Die Zahl unbefristet Beschäftigter steigt auf 16.669.000, während befristet Beschäftigte auf 2.391.000 und Selbständige auf 5.292.000 zurückgehen. Im Vergleich zum Vormonat bleibt die Gesamtbeschäftigung stabil, im Dreimonatszeitraum Juni–August 2026 liegt sie gegenüber März–Mai 2026 um 40.000 Personen höher, das entspricht einem Plus von 0,2 Prozent.
Die Zahl der Arbeitsuchenden nimmt im Monatsvergleich um 48.000 zu, ein Zuwachs von 3,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote steigt damit um 0,2 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Die Erwerbsquote geht auf 63,0 Prozent zurück, ein Minus von 0,1 Punkten. Parallel sinkt die Inaktivitätsquote der 15- bis 64-Jährigen auf 32,7 Prozent, ebenfalls ein Rückgang um 0,1 Punkte. Die Jugendarbeitslosigkeit bei den 15–24-Jährigen erhöht sich auf 20,3 Prozent, ein Plus von 0,6 Punkten gegenüber Juli.
Nach Altersgruppen zeigt sich ein geteiltes Bild: Bei den 15–24-Jährigen bleibt die Beschäftigung im Monatsvergleich stabil. In den Gruppen der 25–34- und 35–49-Jährigen ist sie rückläufig, während sie bei Personen ab 50 Jahren zunimmt. Im Jahresvergleich zu August 2025 stehen plus 291.000 Beschäftigte (+1,2 Prozent), getragen vor allem von mehr unbefristet Beschäftigten und mehr Selbständigen; die Zahl befristet Beschäftigter geht im Jahresabstand zurück. Zugleich steigt die Zahl der Arbeitsuchenden gegenüber dem Vorjahresmonat um 129.000 (+8,8 Prozent), während die Inaktiven im Alter von 15 bis 64 Jahren um 381.000 (-3,0 Prozent) abnehmen.
Die Zahlen zeichnen ein kurzfristig stabiles Beschäftigungsniveau bei zugleich wachsender Zahl an Arbeitssuchenden. Die leichte Abkühlung der Erwerbsquote und der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit deuten auf zunehmende Spannungen am Arbeitsmarkt, auch wenn die Inaktivität weiter sinkt. Alle Angaben sind vorläufig und können in den endgültigen Ergebnissen revidiert werden.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).