Kurzmeldung
Die vorläufigen Monatsdaten von Istat für Juli 2026 zeigen eine insgesamt stabile Beschäftigungslage in Italien: Die Zahl der Erwerbstätigen liegt bei 24.370.000 und blieb im Vergleich zum Vormonat praktisch unverändert. Zugleich ging die Zahl der Erwerbslosen im Monatsvergleich um 17.000 Personen zurück, sodass die Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent auf 5,8 Prozent sank. Die Jugendarbeitslosigkeit (15–24 Jahre) stieg dagegen leicht auf 18,9 Prozent.
Istat weist darauf hin, dass die Stabilität der Gesamtbeschäftigung das Ergebnis gegenläufiger Entwicklungen ist: Mehr unbefristet Beschäftigte und mehr Selbständige stehen einem Rückgang befristeter Arbeitsverhältnisse gegenüber. Konkret nennt die Statistik 16.583.000 unbefristet Beschäftigte, 5.301.000 Selbständige und 2.486.000 befristet Beschäftigte. Der Beschäftigungsanteil (Erwerbstätigenquote) blieb bei 63,2 Prozent, die Inaktivitätsquote der 15–64-Jährigen hielt sich bei 32,8 Prozent.
Die Rückgänge bei den Arbeitslosen betreffen überwiegend Männer; bei Frauen und in der Altersgruppe 35–49 Jahre stieg die Zahl der Arbeitslosen. Auf dreimonatlicher Basis (Mai–Juli 2026 gegenüber Februar–April 2026) erhöhten sich die Erwerbstätigen um 91.000 (+0,4 Prozent), während die Zahl der Arbeitsuchenden um 49.000 (+3,4 Prozent) zunahm und die Zahl der Inaktiven 15–64 Jahre um 144.000 (-1,2 Prozent) zurückging.
Im Jahresvergleich (Juli 2026 gegenüber Juli 2025) stieg die Beschäftigung um 307.000 Personen (+1,3 Prozent); die Zunahme ergibt sich vor allem aus mehr unbefristet Beschäftigten und mehr Selbständigen. Gleichzeitig verringerten sich die Arbeitsuchenden um 14.000 und die Inaktiven 15–64 Jahre um 307.000.
Istat bezeichnet die vorgelegten Zahlen als vorläufig. Die Daten lassen auf eine robuste Gesamtlage am Arbeitsmarkt schließen, verweisen aber zugleich auf anhaltende Verschiebungen nach Vertragsform, Geschlecht und Altersgruppen. Beobachter werden besonders verfolgen, ob die Zunahme unbefristeter Stellen und selbständiger Tätigkeiten nachhaltig ist und wie sich die Entwicklung regional verteilt.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).