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Italien 2025 Schlusslicht im G7: Öffentliche Gesundheitsausgaben bei 6,2 Prozent

Neuer Bericht der Fondazione GIMBE ordnet Italien mit 6,2 Prozent des BIP bei den öffentlichen Gesundheitsausgaben an letzte Stelle im G7 und warnt vor struktureller Unterfinanzierung des Servizio Sanitario Nazionale.

Italien liegt nach einem neuen Bericht der Fondazione GIMBE 2025 im G7-Vergleich bei den öffentlichen Gesundheitsausgaben in Relation zum Bruttoinlandsprodukt an letzter Stelle. GIMBE beziffert den Anteil für 2025 auf 6,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Damit fällt der Wert leicht unter das Vorjahresniveau. Über den Bericht berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur ANSA.

Die Einordnung betrifft ausschließlich die öffentlichen Gesundheitsausgaben als Anteil am Bruttoinlandsprodukt, nicht die Gesamtausgaben oder absolute Beträge. Der Vergleich innerhalb der G7 stützt sich laut GIMBE auf international harmonisierte Kennzahlen, wie sie von Institutionen wie der OECD erhoben werden. Für Italien ergibt sich daraus ein Rückstand gegenüber Partnerländern, deren öffentliche Quoten höher liegen.

GIMBE warnt vor einem strukturellen Unterfinanzierungseffekt im Servizio Sanitario Nazionale. Nach Jahren pandemiebedingt erhöhter Mittel und Sonderposten sei der reguläre Haushaltspfad nicht ausreichend, um die demografisch bedingte Zunahme chronischer Erkrankungen, Preissteigerungen bei Medikamenten und Medizintechnik sowie den Investitionsbedarf in Personal und Digitalisierung zu decken. Aus Sicht der Stiftung drohen dadurch längere Wartezeiten, wachsende regionale Unterschiede und eine stärkere Verlagerung hin zu privaten Zuzahlungen.

Fakten und Bewertungen sind dabei zu trennen: Die Messgröße von 6,2 Prozent beschreibt das Verhältnis öffentlicher Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt und ist eine beobachtete Kennzahl. Die Schlussfolgerung einer Unterfinanzierung ist eine Einschätzung der Fondazione GIMBE. Sie verweist zur Untermauerung auf mehrjährige Trendreihen und internationale Vergleichsdaten, wonach Italien seit Jahren unter dem Durchschnitt wohlhabender Industriestaaten liegt.

Offene Punkte bleiben politisch: Der Bericht enthält keine verbindlichen Regierungszusagen zu zusätzlichen Mitteln, sondern formuliert Empfehlungen, etwa zur Stabilisierung der Basisfinanzierung, zur Priorisierung der Grundversorgung und Prävention sowie zur besseren Auswertung von Leistungsdaten. Regierung und Regionen hatten in der Vergangenheit wiederholt auf Effizienzprogramme, Digitalisierungsvorhaben und punktuelle Budgetaufstockungen verwiesen. Ob diese Maßnahmen das Verhältnis von Ausgaben zu Wirtschaftsleistung mittelfristig anheben, ist derzeit nicht absehbar.

Für die aktuelle Bewertung maßgeblich ist der neue GIMBE-Bericht und seine Einordnung durch überregionale Medien. Weitere Detailauswertungen internationaler Datenanbieter, darunter die OECD, werden in den kommenden Monaten zusätzliche Vergleiche ermöglichen. An der Einstufung Italiens als Schlusslicht im G7 bei den öffentlichen Gesundheitsausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt ändert dies nach derzeitigem Kenntnisstand nichts.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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