Kurzmeldung
Das Istituto Superiore di Sanità (Nationales Gesundheitsinstitut) berichtet im Bulletin, aktualisiert zum 2. September 2026, über 521 bestätigte West‑Nile‑Virusinfektionen beim Menschen in Italien seit Beginn der Saison. Von diesen Fällen haben 269 Personen eine neuroinvasive Form entwickelt; darüber hinaus wurden 70 asymptomatische Infektionen bei Blutspendern und 179 Fälle mit Fieber registriert. Der Bericht stützt sich auf die von den Regionen anonym übermittelte Surveillance‑Daten und fasst Befunde aus humanmedizinischer Diagnostik, Vektorsurveillance bei Mücken sowie Nachweisen in Wildvögeln und Pferden zusammen. 26 Todesfälle werden im aktuellen Bericht ausgewiesen; die Sterblichkeit wird im Bulletin differenziert nach neuroinvasiven autochthonen Fällen berechnet.
Die Gesundheitsbehörden betonen, dass die Fallzahlen saisonal bedingt und von lokalen ökologischen Faktoren, Wetterlagen und dem Ausmaß der Vektorbekämpfung abhängig sind. Die nationale Empfehlung umfasst die Verstärkung der Entomologie‑Überwachung, die Beseitigung von Brutstätten, gezielte Larvenbekämpfung sowie risikobasierte Adultizid‑Maßnahmen durch die Regionen. Blutspendedienste führen gestufte Sicherheitsmaßnahmen durch, einschließlich Screening und temporärer Einschränkungen in betroffenen Gebieten.
Personen werden angewiesen, persönliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen: Insektenschutzmittel nach Gebrauchsinformation verwenden, abends und nachts lange helle Kleidung tragen, Fliegennetze an Fenstern und Türen nutzen sowie stehendes Wasser auf Grundstücken zu entfernen. Besonders ältere Menschen und immunsupprimierte Personen sollten die Expositionsdauer im Freien in den Hauptflugzeiten der Mücken reduzieren, da sie ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe tragen.
Das Bulletin des Istituto Superiore di Sanità bleibt die maßgebliche Referenz für die Bewertung der Lage und für operative Anpassungen in Klinik, Blutspendewesen und kommunaler Vektorbekämpfung. Da die Saison zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch andauert, weisen die Expertinnen und Experten auf mögliche weitere Schwankungen hin und raten zu enger regionaler Koordination mit Veterinär‑ und Umweltstellen, um Übertragungswege frühzeitig zu erkennen und zu unterbrechen.
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).