Gesundheit

Istituto Superiore di Sanità: 43 Prozent der 18–69‑Jährigen in Italien mit Gewicht über dem Normalbereich

Die Surveillance PASSI des Istituto Superiore di Sanità weist für den Erhebungszeitraum 2024–2025 eine Prävalenz von rund 43 Prozent mit Übergewicht (BMI ≥25) und etwas über 10 Prozent mit Adipositas (BMI ≥30) aus; regionale…

Kurzmeldung

Das Istituto Superiore di Sanità (ISS) hat die aktuellen Ergebnisse der Surveillance PASSI für den Biennium 2024–2025 veröffentlicht: Demnach sind etwa 43 Prozent der 18‑ bis 69‑Jährigen in Italien im Sinne des Body‑Mass‑Index (BMI ≥ 25 kg/m²) in einem Zustand des Übergewichts; etwas über zehn Prozent erfüllen die Kriterien der Adipositas (BMI ≥ 30 kg/m²). Die Zahlen stammen aus standardisierten telefonischen Befragungen, die von regionalen Gesundheitsdiensten (ASL) im Rahmen des PASSI‑Netzwerks durchgeführt werden. PASSI erhebt Höhe und Gewicht als Selbstauskunft; das Verfahren ermöglicht kurzfristige Trends, kennt aber die methodische Begrenzung durch berichtete statt gemessener Werte.

Regional zeigen die PASSI‑Daten deutliche Unterschiede: Mehrere Regionen des Südens sowie einzelne lokale ASL‑Gebiete liegen über dem nationalen Mittel. So weisen lokale Scheiben und Poster des ISS für 2023–2024 und 2024–2025 teils höhere Anteile von Übergewicht und Adipositas aus. Sozioökonomische Faktoren bleiben stark mitverknüpft: Personen mit geringerem Bildungsniveau und niedrigerem Einkommen sind häufiger betroffen. Damit korrespondiert eine höhere Krankheitslast durch Folgeerkrankungen, wie zuvor auch von ISTAT und anderen epidemiologischen Berichten beschrieben.

Vor dem Kongress der Società Italiana dell’Obesità in Palermo wurden die PASSI‑Ergebnisse vorgestellt und dort als Grundlage für gezieltere Präventionsmaßnahmen diskutiert. Vortragende und Expertinnen forderten drei prioritäre Maßnahmen: verlässlichere, regionenspezifische Messdaten als Ergänzung zu PASSI; eine stärkere Einbindung des Hausarztes in strukturierte Beratungs‑ und Bewegungsprogramme; und die Verknüpfung lokaler Präventionsziele mit Anreizen für Kommunen und ASL (etwa Ernährung in Kantinen, urbane Bewegungsförderung).

Konkrete nationale Programme oder verbindliche Maßnahmen folgen nicht automatisch aus den PASSI‑Daten; Zuständigkeit und Umsetzungsgrad bleiben regional verschieden. Die Surveillance PASSI liefert jedoch eine regelmäßige, vergleichbare Grundlage, um Fortschritte zu messen und regionale Disparitäten transparent zu machen.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk