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Italien: 43 Prozent der Erwachsenen und 54 Prozent der über 65-Jährigen sind zu schwer

Neue PASSI-Auswertungen des Istituto Superiore di Sanità zeigen: In Italien hat fast die Hälfte der Erwachsenen Übergewicht oder Adipositas, bei den über 65-Jährigen ist es mehr als die Hälfte.

Aktuelle Auswertungen der Gesundheitsüberwachung PASSI des Istituto Superiore di Sanità belegen für Italien: 43 Prozent der Erwachsenen im Alter von 18 bis 69 Jahren haben Übergewicht oder Adipositas. In der Gruppe der über 65-Jährigen liegt der Anteil laut PASSI d’Argento bei 54 Prozent. Die jetzt vorgelegten Kennzahlen beziehen sich auf die Erhebungsjahre 2024 und 2025 und bestätigen eine anhaltend hohe Belastung durch gewichtsbezogene Risiken.

Die 43 Prozent bei den Erwachsenen setzen sich nach PASSI aus rund 32 Prozent Übergewicht und etwas mehr als 10 Prozent Adipositas zusammen. Bei den über 65-Jährigen berichten die Erhebungen etwa 41 Prozent Übergewicht und 13 Prozent Adipositas. Die Ergebnisse stützen sich auf telefonische Befragungen mit selbstberichteter Körpergröße und -gewicht; daraus wird der Body-Mass-Index berechnet. PASSI weist darauf hin, dass bei älteren Menschen tendenziell eine Untererfassung möglich ist.

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Höhere Anteile von Übergewicht und Adipositas werden überwiegend in Süditalien ermittelt, während Norditalien im Durchschnitt bessere Werte aufweist. Mittelitalien liegt meist dazwischen. Solche Differenzen werden seit Jahren beobachtet und verweisen auf soziale und strukturelle Faktoren, darunter Einkommen, Bildungsstand, Verfügbarkeit von Präventionsangeboten und Unterschiede im lokalen Versorgungssystem.

Die Überwachungssysteme PASSI und PASSI d’Argento werden kontinuierlich in den lokalen Gesundheitsbehörden durchgeführt und liefern für Regionen und landesweite Akteure vergleichbare Kennzahlen. Ziel ist es, Präventionsstrategien zu steuern und ihre Wirkung zu verfolgen. Das Istituto Superiore di Sanità betont, dass Übergewicht und Adipositas zentrale Risikofaktoren für chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes und bestimmte Krebsarten sind. Diese Befunde decken sich mit Analysen von ISTAT, die Trends zu Gewicht, Rauchverhalten, Alkoholkonsum und Bewegungsmangel regelmäßig berichten.

Politisch werden die Ergebnisse in Italien in nationale und regionale Präventionspläne eingespeist. Fachleute verweisen insbesondere auf die Bedeutung von strukturellen Maßnahmen: gesundes Schulessen, städtebauliche Förderung von Bewegung, zielgenaue Ansprache sozial benachteiligter Gruppen und Qualitätsstandards für die Primärversorgung. Prognosen zur weiteren Entwicklung bleiben jedoch vorsichtig, da wirtschaftliche Belastungen und demografische Veränderungen gegensätzliche Effekte haben können.

Fazit als gesicherte Tatsachen: Rund vier von zehn Erwachsenen und mehr als die Hälfte der über 65-Jährigen sind in Italien zu schwer. Die Daten stammen aus den jüngsten PASSI-Erhebungen und werden durch ISTAT-Befunde zum Gesundheitsverhalten untermauert.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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