Istat hat am 12. Oktober 2026 die Tavole di dati zur Indagine sulle Biblioteche – Anno 2025 veröffentlicht. Die tabellarischen Erstbefunde kartieren strukturierte Basismerkmale der Bibliothekslandschaft in Italien und aktualisieren die amtliche Übersicht über Einrichtungen, die 2025 der externen Öffentlichkeit zugänglich waren. Ausdrücklich nicht erfasst sind schulische und universitäre Sammlungen.
Laut Istat wurde die Datenerhebung zwischen März und Juli 2026 durchgeführt. Beteiligt waren das Ministero della Cultura, die Regionen sowie die autonomen Provinzen Trient und Bozen. Erhoben wurden öffentliche Bibliotheken und private Bibliotheken, die Dokumente dauerhaft erwerben, erschließen, bewahren und der Nutzung bereitstellen. Einbezogen wurden nur Einrichtungen, die 2025 für eine externe Nutzerschaft geöffnet waren.
Die veröffentlichten Tabellen beschreiben strukturelle und funktionale Kennziffern der Einrichtungen, die Trägerschaft und Organisationsformen, Kooperationen mit Akteuren im Umfeld sowie das Spektrum der angebotenen Dienste und Aktivitäten. Eine begleitende Nota metodologica erläutert Begriffe, Abgrenzungen und Erhebungswege, um die Vergleichbarkeit der Angaben zwischen Regionen und Verwaltungsebenen sicherzustellen. Die Publikation ist als Zwischenschritt im Zensusprozess gekennzeichnet: Es handelt sich um eine erste, deskriptive Darstellung, die als Grundlage für vertiefte Auswertungen dienen soll.
Der aktuelle Anlass ist die Freischaltung der Datentabellen für das Referenzjahr 2025. Der Nachrichtenwert liegt in der landesweiten Aktualisierung der Bestandsaufnahme öffentlicher Informationsinfrastruktur, die für Kulturpolitik, Kommunalverwaltung, Förderpraxis und Forschung gleichermaßen relevant ist. Konkrete aggregierte Zahlen oder Trendverläufe nennt Istat in der Ankündigung nicht; entsprechende Analysen lassen sich aus den detaillierten Tabellen ableiten, sobald diese systematisch ausgewertet wurden.
Mit dem Fokus auf Bibliotheken, die der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich sind, grenzt die Erhebung ihr Feld bewusst von Schul- und Hochschulbibliotheken ab. Damit richtet sich der Blick auf Einrichtungen, die eine zentrale Rolle für Leseförderung, kulturelle Teilhabe, Digitalisierung lokaler Bestände und niedrigschwellige Wissensvermittlung spielen. Die Kombination aus Tavole di dati und methodischer Dokumentation schafft die Basis für belastbare Vergleiche über Regionen hinweg und über die Zeit.
Istat stellt die Tabellen, ein Glossar und die Nota metodologica online zur Verfügung. Weitere Veröffentlichungen im Zuge des Zensus können folgen, sobald Bereinigungen abgeschlossen und vertiefende Auswertungen vorliegen.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).