Wirtschaft

Italiens Statistikamt Istat: 2024 Rekord bei Solarstrom und Ladepunkten in Städten

Istat legt Bericht „Ambiente urbano – Anno 2024“ vor: Starkes Wachstum bei Photovoltaik und Ladeinfrastruktur, Busflotten werden emissionsärmer, Abfallmengen steigen – Nord‑Süd‑Gefälle bleibt bestehen.

Das italienische Statistikamt Istat hat am 9. September 2026 den Bericht „Ambiente urbano – Anno 2024“ veröffentlicht. Für das Jahr 2024 meldet Istat ein Rekordwachstum beim Photovoltaik‑Selbstverbrauch (+43,4 Prozent) und bei der installierten Leistung (+19,8 Prozent). Die Zahl der Ladepunkte für Elektrofahrzeuge stieg um 36,1 Prozent. Gleichzeitig nahm die Pro‑Kopf‑Menge kommunaler Siedlungsabfälle gegenüber 2023 um 12,6 Kilogramm zu und erreicht den höchsten Wert der letzten fünf Jahre. Die Luftqualität verbesserte sich leicht, doch die Feinstaubbelastung bleibt in den meisten Städten gesundheitlich bedenklich.

Bei der städtischen Schienen- und Oberleitungsinfrastruktur weist der Bericht ein deutliches Wachstum der U‑Bahn‑Netze (212,3 Kilometer, +7,3 Prozent) und des Filobusnetzes (305,3 Kilometer, +4,2 Prozent) aus; das Tramnetz blieb weitgehend stabil (360,8 Kilometer, −0,5 Prozent). Drei Viertel der Gemeindehauptorte verfügen inzwischen über mindestens zehn Kilometer Radwege; die Gesamtlänge der Radinfrastruktur überstieg 2024 6.000 Kilometer (+5,6 Prozent). Istat führt diese Entwicklungen teilweise auf nationale Investitionen zurück, die im Rahmen des PNRR für den Ausbau von Schnellverkehrssystemen, Radwegen und Busflotten vorgesehen sind.

Der Bericht dokumentiert außerdem einen spürbaren Fortschritt bei der Erneuerung der Busflotten: Der Anteil emissionsarmer Busse (elektrisch, hybrid, Methan/Flüssiggas) stieg auf 48,4 Prozent (+8,1 Prozentpunkte gegenüber 2023). Elektro‑ und Hybridbusse wuchsen besonders stark (+54,9 Prozent), Gasbusse weniger (+9,7 Prozent); insgesamt sind Gasbusse weiterhin zahlenmäßig vorne. Trotz der Flottenerneuerung verbleiben in vielen Städten noch ältere Euro‑5‑ und ältere Busse im Betrieb.

Die räumliche Ungleichheit bleibt ein zentrales Ergebnis: Die Dichten von Schienen und Radwegen sind im Norden deutlich höher als im Zentrum und im Mezzogiorno. Als Beispiele nennt Istat Metropolen mit besonders hohen Dichten, darunter Mailand, Rom, Bologna, Neapel, Bari und Turin. Trotz Fortschritten bewertet Istat die Nachfrage im öffentlichen Nahverkehr als weiterhin schwach und betont, dass die ökologische Modernisierung der urbanen Mobilität regional sehr unterschiedlich verläuft.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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