Kultur

In Rom startet Italiens Ausgabe des Europäischen Tags der jüdischen Kultur

In Rom ist am Sonntag, 6. September 2026, die italienische Ausgabe der Giornata Europea della Cultura Ebraica eröffnet worden. Das landesweite Programm steht unter dem Motto Liebe und wird von der Unione delle Comunità…

In Rom ist am Sonntag, 6. September 2026, die italienische Ausgabe der Giornata Europea della Cultura Ebraica eröffnet worden. Die Auftaktveranstaltung begann um 10.30 Uhr in den Giardini del Tempio mit Grußworten aus dem Centro di Cultura Ebraica und der Comunità Ebraica di Roma. Das diesjährige Motto lautet Liebe und verbindet religiöse, kulturelle und historische Perspektiven auf die Darstellung von Liebe in der jüdischen Tradition.

Die Giornata wird in Italien von der Unione delle Comunità Ebraiche Italiane koordiniert. Nach Angaben der Organisatoren beteiligen sich 2026 landesweit 112 Orte in 17 Regionen; Bologna fungiert als Stadt capofila für die nationale Koordination. Das Spektrum der Veranstaltungen reicht von Führungen, Ausstellungen und Gesprächen bis zu Lesungen und musikalischen Programmen. In mehreren Städten öffnen Synagogen, Museen und Archive, um jüdisches Erbe in seinen lokalen Bezügen sichtbar zu machen. In Rom steuern unter anderem das Museo Ebraico di Roma sowie Bildungseinrichtungen der Gemeinde eigene Formate bei.

Für den Eröffnungstag in Rom hat das Centro di Cultura Ebraica thematische Dialoge kuratiert, die Aspekte der Gottesliebe, der Nächstenliebe und der familiären Bindungen in der Geschichte der Stadt beleuchten. Einige Programmpunkte erfordern Voranmeldungen, die Veranstalter verweisen auf begrenzte Platzkapazitäten. Zugleich betonen sie den offenen Charakter der Angebote: Die Giornata richtet sich ausdrücklich auch an ein nichtjüdisches Publikum und versteht sich als Einladung zum Austausch über Tradition, Gegenwart und die sozialen Bindekräfte von Kultur.

Hintergrund ist eine europaweit abgestimmte Initiative, die lokale Aktivitäten bündelt und jährlich unter ein gemeinsames Thema stellt. Ziel ist nach einhelliger Darstellung der beteiligten Institutionen die Förderung von Sichtbarkeit, Bildung und Dialog – nicht die Setzung politischer Botschaften. In Italien variiert die Ausgestaltung je nach Ort, wodurch neben klassischen Kulturbeiträgen auch museumspädagogische Formate und Archivführungen entstehen. Hinweise auf Schwerpunkte, Orte und Uhrzeiten liefern die lokalen Einrichtungen; für das diesjährige Motto Liebe heben sie die Verbindung von Texttradition, Ritualpraxis und Alltagskultur hervor.

Die landesweite Bedeutung ergibt sich aus der Breite der teilnehmenden Städte und Gemeinden sowie aus der zentralen Koordination durch die Unione delle Comunità Ebraiche Italiane. Medienberichte, darunter von Rai Cultura, unterstreichen den Charakter als offenes Kulturereignis mit starkem Bildungsanspruch. Mit der Eröffnung in Rom ist der Startschuss für ein Programm gefallen, das an diesem Sonntag italienweit Facetten jüdischer Geschichte und Gegenwart zugänglich macht.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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