Ligurien

Immobilien in Ligurien werden teurer – Region gehört zu den teuersten Italiens

Neue Marktberichte und amtliche OMI-Quotazioni zeigen 2026 steigende Wohnpreise in Ligurien. Besonders entlang der Riviera und in Teilen der Provinz Savona ziehen die Angebote an.

Ligurien verzeichnet 2026 erneut steigende Wohnpreise und gehört damit zu den teuersten Regionen Italiens. Branchenportale und die OMI-Quotazioni der Agenzia delle Entrate weisen ein Preisniveau aus, das über dem Landesdurchschnitt liegt, mit ausgeprägten Anstiegen in Küstenlagen entlang der Riviera.

Das Portal idealista meldet für das erste Quartal 2026 einen Zuwachs der durchschnittlichen Angebotspreise in Ligurien um 2,2 Prozent im Vorjahresvergleich. In seinen Auswertungen nennt idealista die Provinz Savona als besonders hochpreisig. Immobiliare.it bestätigt für 2026 erhöhte Angebotspreise und eine anhaltend starke Nachfrage in küstennahen Gemeinden; ein Bericht vom 2. September 2026 hebt Teilmärkte der Provinz Savona mit Spitzenwerten pro Quadratmeter hervor. Die OMI-Quotazioni mit Stichtag 31. Dezember 2025 zeigen ebenfalls eine deutliche Preisdifferenzierung innerhalb der Region: Küstenzonen und touristisch geprägte Orte liegen spürbar über den Intervallen des Binnenlands. Amtlich sind allein die OMI-Daten; Portalberichte geben Angebotspreise wieder und folgen eigenen Methoden.

Hintergrund der Entwicklung ist eine Angebotsknappheit in gefragten Küstenstädten, ein hoher Anteil an Zweitwohnungen und eine überregionale Nachfrage aus dem nordwestlichen Italien. Diese Struktur verstärkt den Druck auf die Wohnpreise, vor allem in beliebten Lagen. Während Orte im Hinterland niedrigere Niveaus aufweisen, verschieben Spitzenlagen an der Riviera den regionalen Durchschnitt nach oben. Im Großraum Genova divergieren Teilmärkte je nach Stadtteil und Lage deutlich.

Für Haushalte mit lokalem Einkommen verschärfen die Preissteigerungen die Erschwinglichkeitsprobleme, insbesondere in der Provinz Savona. Mögliche Folgen sind eine stärkere Verdrängung ans Umland und eine intensivere Debatte über kommunale Bodenpolitik, Wohnraumförderung und steuerliche Anreize. Branchenakteure erwarten, dass Nachfragespitzen in der Hauptsaison und die Konzentration auf Bestandsobjekte die Preisunterschiede innerhalb Liguriens weiter sichtbar halten; belastbare Prognosen bleiben jedoch abhängig von Zinsen, Einkommen und touristischer Nachfrage.

Einordnungen, die Ligurien pauschal als „zweite teuerste Region Italiens“ bezeichnen, sind nur im Kontext des gewählten Indikators belastbar. Ranglisten unterscheiden zwischen Angebotspreisen von Portalen und Transaktionsintervallen der OMI-Quotazioni und können sich mit neuen Veröffentlichungen ändern. Dieser Beitrag trennt daher amtliche Angaben der Agenzia delle Entrate von portalbasierten Marktbeobachtungen durch idealista und Immobiliare.it.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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