Wirtschaft

Im Süden Italiens weniger bezahlte Arbeit und niedrigere Löhne, sagt Istat 2026

Das Rapporto annuale 2026 des italienischen Statistikamts Istat dokumentiert anhaltende Lohn- und Arbeitszeitunterschiede zwischen Mezzogiorno und Nord/Centro; ergänzende INPS-Daten bestätigen regionale Muster, ein neuer Veröffentlichungsanlass am 5. September 2026 liegt nicht vor.

Kurzmeldung

Das Rapporto annuale 2026 des Istituto Nazionale di Statistica (ISTAT) zeichnet ein klares Bild regionaler Ungleichheiten auf dem italienischen Arbeitsmarkt: Beschäftigte im Mezzogiorno erzielen im Durchschnitt niedrigere Jahresverdienste und weisen weniger vergütete Arbeitsstunden auf als im Norden und im Zentrum. Ergänzende Analysen des INPS‑Observatoriums zu Beschäftigungsverhältnissen bestätigen diese regionalen Unterschiede und die stärkere Verbreitung prekärer Arbeitsformen im Süden.

Nach Istat‑Auswertungen liegen Unterschiede in der reellen Kaufkraft, in Median‑ und Durchschnittsretributionen sowie in der Zahl der vergüteten Arbeitstage. Je nach Messgröße, Sektor und Abgrenzung (Vollzeit/Teilzeit) kann die Lohnlücke in einzelnen Vergleichen in etwa dem Umfang eines Monatsgehalts entsprechen; dies ergibt sich aus der kombinierten Betrachtung von niedrigeren Monatsgehältern, höherer Teilzeitarbeit und einem höheren Anteil befristeter und saisonaler Verträge im Mezzogiorno. Die Angaben beziehen sich auf die im Rapporto annuale 2026 publizierten Datensätze und auf INPS‑Publikationen der Jahre 2024–2025; es liegt kein neuer Istat‑ oder INPS‑Datensatz mit Datum 5. September 2026 vor.

Ursachen, die Istat und INPS hervorheben, sind die Sektorzusammensetzung (größerer Anteil niedrig entlohnter Dienstleistungen und Landwirtschaft), höhere Teilzeitquoten, ein größerer Anteil atypischer Verträge sowie strukturelle Unterschiede in Produktivität und Investitionen. Konsequenzen sind nicht nur geringere Bruttoentgelte, sondern auch unterschiedliche Sozialbeiträge, Steuerbemessungsgrundlagen und kommunale Einnahmepotenziale.

Politisch bedeuten die Befunde die bekannte Handlungsagenda: Förderung formeller, vollzeitnaher Beschäftigung; produktivitätssteigernde Investitionen im Süden; Stärkung der Tarifbindung und effektive Maßnahmen gegen Schattenwirtschaft; sowie Aus- und Weiterbildung für höherwertige Tätigkeiten. Aussagen zur Entwicklung der Lücke benötigen künftige, datierte Veröffentlichungen von ISTAT und INPS, um Veränderungen belastbar zu belegen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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