In Goriano Valli, einem Ortsteil von Tione degli Abruzzi in den Abruzzen, hat vom 4. bis 6. September 2026 das Festival der Cooperative di Comunità d’Abruzzo stattgefunden. Gastgeberin vor Ort war die Cooperativa di Comunità "Cuore delle Valli", die in Goriano Valli ein Infopoint und einen Community‑Hub betreibt. Die Programmpunkte verteilten sich auf Orte in den Mittleren und Subequana‑Tälern und stellten Projekte vor, die ländliche Infrastruktur, lokale Dienste und Wertschöpfung stabilisieren sollen.
Im Mittelpunkt standen regionale Genossenschaften, die nach dem Modell der Cooperativa di Comunità arbeiten, sowie das vom Ministero del Turismo geförderte Programm IN Abruzzo. Nach Angaben der Organisatoren dient die Förderung dem Aufbau von Anlaufstellen, gemeinschaftlich getragenen Dienstleistungen und Angeboten für einen sanften Tourismus. Ziel ist es, Abwanderung zu bremsen, öffentliche Dienste zu sichern und jungen Menschen Perspektiven in den Innengebieten zu eröffnen.
Als aktueller Hintergrund gilt ein im März 2026 unterzeichnetes Protokoll zwischen dem Parco Regionale Sirente‑Velino und der Netzwerkinitiative BorghiIN. Es verknüpft Naturschutz, Ortsentwicklung und kooperative Trägerschaft. Im Gebiet des Parks sind bereits mehrere Genossenschaften aktiv, die als Pilotprojekte gelten: darunter "La Maesa" in Aielli, "Cuore delle Valli" in Goriano Valli und "L’Incontro" in Castel di Ieri. Sie bündeln ehrenamtliche und professionelle Arbeit, betreiben Treffpunkte, kleine Serviceangebote und touristische Formate, die Einnahmen in der Region halten sollen.
Fakten, Ziele und offene Punkte wurden auf dem Festival klar getrennt kommuniziert. Belegt sind die Termine, Orte und Beteiligten des Festivals sowie die Rolle des Programms IN Abruzzo durch Mitteilungen des Parco Regionale Sirente‑Velino und regionale Veranstaltungsankündigungen. Die genannten Zielsetzungen – von der Stabilisierung lokaler Dienste bis zur Beschäftigungssicherung – stammen aus den Erklärungen der Organisatoren und beteiligten Institutionen. Ob diese Ansätze zu dauerhaften Beschäftigungseffekten führen, hängt nach Einschätzung von Fachleuten von Folgemitteln, verlässlicher Trägerschaft auf Gemeinde‑ und Regionalebene und einer Verstetigung der Kooperationen ab.
Mit der Bündelung von Praxisbeispielen und Netzwerkarbeit hat das Festival der Cooperative di Comunità d’Abruzzo die Sichtbarkeit der Projekte erhöht und die Zusammenarbeit zwischen Parkverwaltung, lokalen Akteuren und staatlicher Förderung vertieft. Die Frage, ob solche Formate die Entvölkerung substantiell umkehren können, bleibt offen und wird sich an messbaren Ergebnissen bei Dienstleistungen, Unternehmensgründungen und Rückkehrbewegungen entscheiden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).